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Dynamo

Heise-Transfer zahlt sich für Dynamo aus

Norwich City schafft den Aufstieg in die Premier League. Obwohl der Ex-Dresdner seit seinem Wechsel auf die Insel nicht gespielt hat, wird für ihn ein Nachschlag fällig.

Philip Heise jubelte zu Saisonbeginn noch für Dynamo, im Winter wechselte er nach England. ©  Robert Michael

Das gibt eine ordentliche Nachzahlung. Als Philip Heise im Winter von Dynamo Dresden zum englischen Zweitligisten Norwich City wechselte, hatten sich beide Vereine auf eine zweigeteilte Ablösesumme für den Linksverteidiger geeinigt. Wie hoch die genau ist, fällt zwar unter das vereinbarte Stillschweigen, aber mit dem Aufstieg seines neuen Vereins in die Premier League dürfte noch mal gut eine Viertelmillion Euro für Heise fällig sein. Dabei hat der 27-Jährige bisher kein Spiel in der Championchip bestritten.

Norwich ist nach dem 2:1-Sieg gegen die Blackburn Rovers vor dem letzten Spieltag nicht mehr von den beiden direkten Aufstiegsrängen zu verdrängen. Nach drei Jahren feiert der Verein auch dank deutsche Kompetenz die Rückkehr in die englische Eliteliga.  Bei den Feierlichkeiten stand ein Mann immer wieder im Mittelpunkt: Daniel Farke. 

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Im Sommer 2017 war er von Borussia Dortmund, wo er die zweite Mannschaft betreut hat, in den Osten Englands gekommen. Zwei Jahre später hat der 42-Jährige dort bereits Kultstatus erreicht. In den Schaufenstern der Fanshops hängen Schals mit seinem Namen, nach dem Aufstieg feierten ihn Tausende auf den Rängen. Auch Englands Presse würdigte den Deutschen. "Farke-ing brilliant", schrieb die Daily Mail.

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Die Saison 2018/19 ist der bisherige Höhepunkt in der Laufbahn des gebürtigen Ostwestfalen. 91 Punkte aus 45 Spielen hat sein Team geholt, mit 91 Toren stellt Norwich die beste Offensive der Liga. Mit dieser Empfehlung wird Farke der insgesamt fünfte deutsche Cheftrainer in der Premier League - und der zweite Teammanager, dem in England der Aufstieg in die Milliardenliga gelungen ist, nach David Wagner 2017 mit Huddersfield. 

Daniel Farke bringt Norwich in die Premier League. © dpa/Chris Radburn

Damals war auch ein Ex-Dynamo beteiligt. Michael Hefele hatte in der Aufstiegssaison sogar 40 Einsätze. Inzwischen steht der frühere Kapitän der Dresdner bei Nottingham Forest unter Vertrag, kann aber seit Januar wegen einer Achillessehnen-Operation nicht spielen.

"Wir haben etwas Außergewöhnliches erreicht", sagte Farke über den Aufstieg mit Norwich. Hierzulande vergessene Spieler wie Moritz Leitner, Marco Stiepermann, Onel Hernandez, Christoph Zimmermann, Dennis Srbeny und Tom Trybull entwickelten sich zu Leistungsträgern. Den Fans gefällt das Gütesiegel "Made in Germany", sie singen in Anlehnung an einen Blur-Song: "All the Germans! So many Germans!" Künftig wird dieser Gesang in den Stadien der Premier League zu hören sein. (sid, SZ)