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Dynamo

Kirsten kritisiert den Umgang mit Dynamo

Die zweite Liga spielt wieder, doch sein Ex-Verein muss zuschauen. Ein Unding, meint der frühere Weltklasse-Stürmer und stellt unbequeme Fragen.

Ulf Kirsten, hier mit Dynamos kaufmännischem Geschäftsführer Michael Born, ist in Dresden immer noch gern gesehener Gast.
Ulf Kirsten, hier mit Dynamos kaufmännischem Geschäftsführer Michael Born, ist in Dresden immer noch gern gesehener Gast. © Lutz Hentschel

Dresden. Die Antwort kommt sofort. Als "Wettbewerbsverzerrung" bezeichnet Ulf Kirsten den Umgang mit seinem Ex-Verein Dynamo Dresden. Während die 2. Fußball-Bundesliga den Neustart am vergangenen Wochenende vollzogen hat, befindet sich der Kader des sächsischen Zweitligisten wegen zwei Corona-Fällen noch bis 23. Mai in häuslicher Quarantäne

Das heißt: Auch der zweite Spieltag nach dem Wiederbeginn findet ohne Dynamo statt. Für Kirsten, der für Dynamo bis 1990 spielte und bei seinen Besuchen in Dresden immer noch als Publikumsliebling gefeiert wird, ist das eine schreiende Ungerechtigkeit. Genauso, dass die erste Partie nur vier Tage nach der Quarantäne angesetzt wurde. "Den Spielern fehlen 14 Tage Training, was das Verletzungsrisiko erhöht. Zudem erhöht sich der Druck auf Dynamo als Tabellenletzten noch einmal, wenn die Konkurrenten in der Zeit den Vorsprung vergrößern, in der Dresden nicht spielen darf", sagt Kirsten in der am Mittwoch erscheinenden Sport-Bild.

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Das vergangene Wochenende gibt ihm Recht. Sowohl der Karlsruher SC als auch der SV Wehen Wiesbaden, beide Dynamos größten Rivalen im Abstiegskampf, haben ihre Spiele gewonnen und den knappen Vorsprung auf den Tabellenletzten Dynamo auf drei bzw. vier Punkte ausbauen können. "Das ist Wettbewerbsverzerrung. Ich frage mich, ob man das mit renommierten Vereinen auch so gemacht hätte", meint Kirsten, der sich als Dynamo-Fan bezeichnet und in einem Interview mit Sächsische.de erzählte, wie er seinen Ex-Verein unterstützt.

Die Deutsche Fußball Liga will in dieser Woche darüber entscheiden, ob Dynamos erstes Spiel nach Beendigung der Quarantäne bei Arminia Bielefeld verlegt wird. Provisorisch wurde die Partie für den 27. Mai um 18.30 Uhr angesetzt. Damit blieben allerdings nur vier Tage für das Mannschaftstraining vor dem scharfen Start. (SZ, dpa)

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