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Dynamo

Dynamo in der Einzelkritik: Es war zu wenig

Schnell nach vorn spielen - das war ein guter Plan fürs Ost-Duell gegen Magdeburg: Warum er nicht aufgegangen ist und wer mit seiner Laufleistung überrascht.

Engagierte Leistung: Patrick Ebert (r.) im Zweikampf mit Magdeburgs Michel Niemeyer. ©  dpa/Robert Michael

Das Fazit des Trainers fällt ernüchternd aus, auch wenn Cristian Fiel betont: "Ich bin überhaupt nicht enttäuscht von der Mannschaft, sondern weil wir das Spiel nicht gewonnen haben." Doch am Ende mussten er und Dynamo froh sein, wenigstens noch einen Punkt gerettet zu haben in diesem Ost-Duell gegen den 1. FC Magdeburg. "Die Jungs haben bis zum Ende alles versucht", meint der 39-Jährige - und stellt fest: "Von dem, was wir machen wollten, war es zu wenig." Natürlich habe der späte Ausgleich noch mal einen Schub gegeben vor dieser Kulisse von 30 500 Zuschauern. "Dann weißt du, auf wessen Seite in Dresden das Momentum ist." Trotzdem wollte Fiel nicht darüber spekulieren, ob der Siegtreffer gelungen wäre, wenn die Nachspielzeit noch etwas länger als vier Minuten gedauert hätte. "Vielleicht hätten wir dann auch noch einen bekommen", meinte Fiel. "Hätte, wenn und aber - das kannst du im Fußball vergessen."

Von dem Matchplan, den Fiel ausgegeben hatte, war auf dem Rasen im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion erst wenig und in der zweiten Hälfte nichts mehr zu sehen. "Wir wollten den Gegner in Bewegung bringen, schnell nach vorn spielen. Das hat nicht so geklappt, Magdeburg hat gut verteidigt, wir sind nicht zwingend vors Tor gekommen."

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Das kommt auch deshalb zustande, weil mehrere Spieler unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Deshalb reicht die Spanne der SZ-Noten in der Einzelkritik diesmal von zwei bis sechs.

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Lange Zeit läuft bei den Dresdnern nach vorn wenig, doch vier Minuten vor Schluss trifft Röser zum 1:1 gegen Magdeburg. Doch es gibt danach einige Kritikpunkte.

Markus Schubert: Zweifellos der emotionalste Dresdner, muss aber aufpassen, dass er nicht überdreht. Wenig geprüft. Note: 3

Jannik Müller: Hat mit Bülter keinen leichten Stand, den Stürmer aber weitgehend im Griff. Muss wegen Sprunggelenkproblemen vorzeitig raus. Note: 3

Sören Gonther: Defensiv eine grundsolide Partie, versucht darüber hinaus, das Spiel anzuschieben. Das gelingt nicht, Präsenz bei Standards ausbaufähig. Note: 3

Jannis Nikolaou: Hat die meisten Ballkontakte und den besten Zweikampfwert – das zeigt auch, wo Dynamos Problem liegt. Es geht zu oft hintenrum. Note: 4

Patrick Ebert: Als Abräumer vor der Abwehr läuft er so viel, wie kein anderer Zweitliga-Profi an diesem Spieltag: 12,33 km. Dabei bleibt die Kreativität auf der Strecke.  Note: 3

Linus Wahlqvist: In der ersten Halbzeit viel unterwegs, gut anspielbar, aber mit schlechten Flanken. Danach? Kommt nichts mehr. Note: 4

Baris Atik: Ist nach etwa 60 Minuten stehend k.o., darf trotzdem bleiben – das zahlt sich mit der Flanke vor dem 1:1 aus. Note: 4

Aias Aosman: Das Bemühen ist da, läuferisch ist ihm nichts vorzuwerfen. Was fehlt, sind überraschende Ideen und höheres Spieltempo. Note: 5

Niklas Kreuzer: Beim Gegentor unaufmerksam und bei den wenigen offensiven Aktionen fehlerhaft, sieht zudem die fünfte Gelbe Karte. Note: 6

Moussa Koné: Nach der Verletzung ein Totalausfall, hat die Pfiffe bei seiner Auswechslung trotzdem nicht verdient. Er ist einfach nicht fit. Note: 6

Haris Duljevic: Sowohl vom Einsatz als auch den spielerischen Momenten Dynamos Lichtblick. Hat Pech bei seinem Schuss, der geblockt wird (55.). Note: 2

Patrick Möschl: Kommt für Kreuzer, versucht, was zu bewegen, es bleibt beim Schüsschen (71.). Note: 4

Osman Atilgan: Kommt als Defensiver. Wie das gedacht sein mag: Es geht nicht auf. Note: 4

Lukas Röser: Beweist mal wieder seinen Torriecher, hat mehr Vertrauen verdient. Note: 2

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