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Ex-Stürmer von Dynamo entlassen

Marco Vorbeck muss in Babelsberg nach nicht mal einem halben Jahr gehen. In Dresden stürmte er einst zwei Jahre - und wurde in einem Spiel zum Helden.

Marco Vorbeck muss sich nun einen neuen Verein suchen.
Marco Vorbeck muss sich nun einen neuen Verein suchen. © PICTURE POINT

Nach nur knapp fünf Monaten ist Marco Vorbeck nicht mehr Trainer beim Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03. Die Brandenburger trennten sich von dem früheren Bundesliga-Profi von Hansa Rostock. Der 38-Jährige hatte ursprünglich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschrieben und Mitte Juni erstmals das Training geleitet. Babelsberg liegt nach 15 Spieltagen mit nur elf Punkten auf Platz 16 der Regionalliga Nordost. 

Vorbeck hatte Ende März seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer abgeschlossen. Zuvor war der gebürtige Kühlungsborner als Nachwuchskoordinator und Trainer beim Regionalligisten 1860 Rosenheim und danach für die U17 sowie die B-Junioren von Hansa Rostock aktiv, ehe er sich auf seine Ausbildung konzentrierte.

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Als Spieler war er auch zwei Jahre in Dresden, ersetzte 2005 den zum MSV Duisburg gewechselten Stürmer Klemen Lavric. In einem  seiner ersten Einsätze für die Schwarz-Gelben wurde er zum Helden. Am 9. September 2005 erzielte er beim TSV 1860 München in der ausverkauften Allianz-Arena, unterstützt von gut 25.000 Dynamo-Fans, beide Tore beim überraschenden 2:1-Sieg.  Die Euphorie war groß, doch Vorbeck warnte - und behielt Recht: Von den nächsten zwölf Partien gewannen die Dresdner keine mehr, stiegen am Saisonende in die Regionalliga ab. 

Auch sein Ansehen bei den Anhängern sank. Sein Laufstil war ein eher schlürfender, was  nicht so gut ankam. Mit jeder vergebenen Torchance wurden die Pfiffe lauter. "Es ist doch klar, dass es einen Spieler nicht gerade aufbaut, wenn er dauernd von den eigenen Fans ausgepfiffen wird. So böse beleidigt zu werden - das kannte ich vorher nicht", erklärte er rückblickend.  Für Dynamo bestritt er  58 Pflichtspiele und erzielte dabei 18 Tore.  In seinem letzten halben Jahr in Dresden gehörte er jedoch nur noch selten zum Kader.

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Das lag auch an einer schweren Verletzung im Knöchel, die nicht erkannt wurde. "Später stellte sich heraus, dass die Bänder regelrecht zerfetzt, schon Knorpel abgeschliffen waren."  Für Vorbeck bedeutete es letztlich sogar das Karriereende - mit noch nicht mal 28 Jahren hörte er auf. Und begann mit seiner Trainerlaufbahn.