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Dynamo ohne Duljevic gegen St. Pauli

Zum Start in die Restrückrunde erwartet Trainer Uwe Neuhaus „eine harte Nuss“, zumal er den Torwart wechseln und den Kapitän ersetzen muss.

© Jürgen Lösel

Sven Geisler

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

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Jetzt geht´s los. Nach gut drei Wochen Vorbereitung startet Dynamo Dresden am Donnerstagabend, 20.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli in die Restrückrunde der 2. Fußball-Bundesliga. Und Trainer Uwe Neuhaus sorgt mit der Aufstellung wie angekündigt für eine Überraschung. Haris Duljevic, der beste Spieler der Hinrunde, sitzt zunächst nur auf der Bank. Dafür spielt der Österreicher Sascha Horvath von Anfang an. Das dürfte etwas mit den Eindrücken zu tun haben, die der Chefcoach beim letzten Test gegen Mlada Boleslav bekommen hatte. „Wir haben in den defensiven Aktionen keine gute Mentalität gezeigt“, sagt er - und schlussfolgert: „Wir können es uns gegen St. Pauli nicht erlauben, stehen zu bleiben und Zweikämpfe auszulassen. Das wird bestraft.“

Seine Wunschelf kann Neuhaus nach der Winterpause ohnehin nicht aufbieten. Außer den seit Monaten verletzten Pascal Testroet und Sören Gonther steht nun auch Torwart Marvin Schwäbe nach einer Meniskusoperation länger auf der Verletztenliste. Wie erwartet ersetzt ihn Markus Schubert. Das 19 Jahre alte Talent aus dem eigenen Nachwuchs hatte bei seinem ersten Profi-Einsatz in der 3. Liga gegen Preußen Münster im November 2015 zu Null und im DFB-Pokal gegen Koblenz im August einen Elfmeter gehalten. Außerdem verzichtet der Coach auf Marco Hartmann, bei dem er nach einer Oberschenkelverletzung kein Risiko eingehen will. Für ihn rückt wie gewohnt Manuel Konrad ins Team. Rückkehrer Marcel Franke gibt seinen Einstand in der Innenverteidigung.

Es ist, tabellarisch gesehen, ein Nachbarschaftsduell. Beide Teams müssen sich noch nach unten orientieren, was vor allem beim Kiezklub so nicht erwartet worden war. Nach den klaren Niederlagen bei Greuther Fürth (0:4) und Arminia Bielefeld (0:5) wurde Olaf Janßen entlassen. Der Trainer, der 2014 mit Dynamo abgestiegen war, fand inzwischen einen neuen Job bei Viktoria Köln in der Regionalliga. Sein Nachfolger am Millerntor ist Markus Kauczinski. Er ist gespannt auf den Auftakt im neuen Jahr: „Kein Verein weiß, wo er nach der Winterpause steht, die Testspielresultate sind Schall und Rauch.“ Hoffentlich, mag sich da Neuhaus nach dem 1:4 bei der Generalprobe gegen den tschechischen Erstligisten denken. Denn er erwartet „eine harte Nuss“, also einen Gegner, der sehr kompakt agiert, wenig Chancen zulässt und selbst mit einem schnellen Umkehrspiel über Konter kreuzgefährlich wird. „Da dürfen wir uns keine Ballverluste im zentralen Mittelfeld erlauben.“

Schiedsrichter der Partie vor etwa 29000 Zuschauen im so gut wie ausverkauften DDV-Stadion ist Bundesliga-Referee Deniz Aytekin.

Dynamo spielt mit: Schubert - Seguin, Franke, Ballas, Heise - Konrad - Horvath, Hauptmann, Benatelli, Berko - Mlapa.