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Dynamo auch ohne Duljevic und Ebert

Die Dresdner müssen weitere Ausfälle verkraften. Deshalb gibt ein Jugendspieler sein Profi-Debüt.

Auch das noch: Haris Duljevic (l.) fehlt Dynamo wegen muskulärer Probleme beim Spiel in Darmstadt und  Moussa Koné  macht auch nicht mit.
Auch das noch: Haris Duljevic (l.) fehlt Dynamo wegen muskulärer Probleme beim Spiel in Darmstadt und Moussa Koné macht auch nicht mit. © Robert Michael

Jetzt kommt es knüppeldick für Dynamo Dresden. Für das Spiel in Darmstadt am Samstagmittag, Anstoß 13 Uhr, fallen gleich sechs Stammspieler aus. Außer auf Marco Hartmann, Florian Ballas, Moussa Koné und Brian Hamalainen muss Maik Walpurgis überraschend auch auf Patrick Ebert und Haris Duljevic verzichten. Beide fehlen wegen muskulärer Probleme, die im Abschlusstraining am Freitag aufgetreten sind. Umso spannender war es, wie der Cheftrainer die Startelf aufstellt - und es hat auch länger als üblich gedauert, bis sie bekanntgegeben wurde.

So hat er sich entschieden: Schubert - Müller, Gonther, Nikolaou - Wahlqvist, Benatelli, Kulke, Burnic - Kreuzer, Röser, Aosman.

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Überraschend ist vor allem die Nominierung von Max Kulke, der sein Profi-Debüt gibt. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler spielt noch in der A-Jugend-Bundesliga. Allzu viele andere Varianten waren Walpurgis zwar nicht mehr geblieben, aber sowohl  Osman Atilgan und Baris Atik für die Offensive als auch Verteidiger Dario Dumic sitzen noch auf der Bank. Baris Atik als auch . Allerdings wollte er die personellen Sorgen nicht als Alibi gelten lassen. "Es ist eine ähnlich schwierige Situation wie vor dem Spiel in Duisburg", sagt der 45-Jährige in der Pressekonferenz am Donnerstag - und erinnerte damit vor allem an das positive Ende. Die Schwarz-Gelben gewannen trotz mehrerer prominenter Ausfälle mit 3:1 und verschafften sich am Tag vor Heiligabend die erhoffte Ruhe fürs Weihnachtsfest.

Die Aufstellung der Partie Darmstadt gegen Dynamo.
Die Aufstellung der Partie Darmstadt gegen Dynamo. © Timotheus Eimert

Doch nach dem Fehlstart ins neue Jahr ist es damit schon wieder vorbei, Dynamo hat - wie es Sportgeschäftsführer Ralf Minge sagt - "richtig Druck auf dem Kessel". Das gilt vor allem für den Chefcoach selbst, denn sollte auch in Darmstadt kein Aufwärtstrend mindestens in der Leistung, am besten aber auch im Ergebnis zu erkennen sein, wackelt Walpurgis´ Stuhl bedenklich. Es gebe kein Ultimatum im klassischen Sinne, hatte Minge erklärt, was jedoch auch kein Bekenntnis zum Trainer ist.

Als einen Grund für die Krise, die er eine "schwächere Phase" nennt, hat Walpurgis die Verletzungen während der Vorbereitung und danach ausgemacht. "Das sind Faktoren, die für unseren Zustand, unsere Fitness entscheidend sind - und natürlich auch für das Ergebnis", sagt er. Andererseits habe man "genug Jungs, die Fußball spielen, die kicken können". Und eben jene Erfahrung vom 23. Dezember 2018 in Duisburg. Auch damals fehlte Kapitän Marco Hartmann, zudem Brian Hamalainen sowie die suspendierten Philip Heise und Aias Aosman. Diesmal kommt es noch ärger - und die "zweite Reihe" ist gefordert.

Fragezeichen nach Trainerwechsel

Beispielsweise Lucas Röser, der in Duisburg das 1:0 erzielt hatte. ​Zuletzt war der Stürmer aber wieder außen vor, was der Trainer mit grippalen Infekten begründet hat. "Das können wir nicht verhindern." Über die Nachrücker sagte er allgemein: "Wir haben regelmäßig mit ihnen gesprochen, sie weiter gestärkt und motiviert. Sie haben gut trainiert, sind in einer guten Verfassung."

Einige Fragezeichen mehr gibt es auch bei der Einschätzung des Gegners, nachdem Dirk Schuster bei den "Lilien" zu Wochenbeginn beurlaubt worden ist. Dennoch glaubt Walpurgis nicht an große Umstellungen, es werde möglicherweise einige personelle Veränderungen geben. "Aber wir kennen den Kader aus dem Effeff. Es wird ein enges Spiel mit hoffentlich dem richtigen Ausgang für uns."

Im Stadion am Böllenfalltor, das derzeit umgebaut wird, finden etwa 11 500 Zuschauer Platz, rund 1 600 werden Dynamo unterstützen. "Wir müssen mit einer kämpferischen Einstellung dort auftreten, aber auch gute fußballerische Lösungen finden", fordert Walpurgis von seiner Mannschaft.

Die erste Analyse zum Spiel lesen Sie unmittelbar nach Spielschluss auf dieser Seite.