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Dynamo: Kein Abschiedsspiel für Schubert

Beim Saison-Finale gegen Paderborn steht erneut Wiegers im Tor. Vor dem Anstoß wurden sechs Spieler verabschiedet - und der Torwart dabei ausgepfiffen, aber nur kurz.  

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge (r) verabschiedet vor Beginn des Spiels Torwart Markus Schubert aus dem Verein.
Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge (r) verabschiedet vor Beginn des Spiels Torwart Markus Schubert aus dem Verein. © Robert Michael/dpa

Ein Abschiedsspiel bei Dynamo bekommt Markus Schubert nicht. Wie zuletzt steht Patrick Wiegers auch bei der Partie gegen den SC Paderborn am Sonntag im Tor, als Ersatzmann sitzt Tim Boss auf der Tribüne.  Wie Schubert wurden kurz vor dem Anstoß auch Co-Trainer Matthias Lust (zum Vfl Bochum) Erich Berko (Darmstadt), Rico Benatelli (St. Pauli), Dario Dumic (Utrecht/war ausgeliehen), Aias Aosman und Marius Hauptmann (beide unbekanntes Ziel) verabschiedet. Sie erhielten Beifall, während es der Stadionsprecher vermied, den Namen des Torwarts auszurufen. Eher beiläufig meinte Peter Hauskeller: "Schubi, schade, dass du gehst. Trotzdem auch dir Dankeschön und alles Gute." Die Pfiffe der Fans wechselten in den Applaus für den nächsten Spieler. 

Der 20 Jahre alte Schubert  hatte nach langem Zögern ein Angebot von Dynamo ausgeschlagen und verkündet, in die Bundesliga wechseln zu wollen. Zuletzt war er mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht worden.

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Unklar ist die Zukunft noch für Dzenis Burnic (ausgeliehen von Borussia Dortmund) und Jannik Müller (Vertrag endet). Beide hatten auf die Zeremonie verzichtet, was ein Zeichen ist, dass sie gerne in Dresden bleiben würden. Sie gehören zur Anfangsformation, die Fiel aufbietet. Müller sogar als Kapitän.

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Mit dieser Elf geht Dynamo in das letzte Spiel einer Saison, die turbulent verlief und mit dem Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ein glückliches Ende nimmt:

Wiegers - Dumic, Müller, Hamalainen - Burnic, Nikolaou - Wahlqvist, Atik, Kreuzer - Duljevic, Koné.

Wenn es nach Fiel geht, sollen die mehr es mehr als 30.000 Zuschauer von den Schwarz-Gelben auf dem Rasen noch mal einiges geboten bekommen. "Es geht darum, Mentalität und Einsatz zu zeigen. Das forderte ich noch mal ein, auch wenn es wehtut", sagt der 39 Jahre alte Chefcoach, denn: "Ich will, dass wir mit einem guten Ergebnis und einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen. Das ist mir sehr wichtig."

Großer Respekt für Paderborn und Baumgart

Trainer Steffen Baumgart hat Paderborn als sportlichen Absteiger aus der 3. Liga übernommen und steht nun mit der Mannschaft vor dem Aufstieg in die Bundesliga.
Trainer Steffen Baumgart hat Paderborn als sportlichen Absteiger aus der 3. Liga übernommen und steht nun mit der Mannschaft vor dem Aufstieg in die Bundesliga. © dpa/Friso Gentsch

Dabei ist es ihm egal, ob sein Ex-Verein Union Berlin auf Schützenhilfe hofft oder er seinem früheren Mitspieler Steffen Baumgart die direkte Aufstiegsparty mit Paderborn verderben könnte. „Am allermeisten drücke ich uns selbst die Daumen, wir wollen es noch mal gut machen." Der Respekt vor dem Gegner ist groß und Fiel des Lobes voll für seinen Kollegen: "Als Spieler war er einer, der auf den Platz geht und alles dafür gibt, um zu gewinnen – koste es, was es wolle. Ich habe unter ihm nicht trainiert, aber: Wie sie investieren für dieses Spiel ist a la bonheur. Davon können sich viele Mannschaften eine Scheibe abschneiden. Deshalb stehen sie zu Recht da oben und können am letzten Spieltag direkt aufsteigen - mit vielen Spielern, die vor der Saison kaum einer auf dem Zettel hatte. Das schon außergewöhnlich."

Genauso wie die Entwicklung von Paderborn unter Baumgart. Der frühere Profi, der 2002 bei Union Berlin auch ein halbes Jahrf mit Fiel zusammengespielt hatte, übernahm am 16. April 2017 eine Mannschaft im freien Fall in der 3. Liga, konnte trotz elf Punkten aus fünf Spielen den sportlichen Abstieg in die Regionalliga nicht mehr verhindern - doch die Ostwestfalen profitierten davon, dass der TSV 1860 München als Zweitliga-Absteiger keine Drittliga-Lizenz bekam. In der vorigen Saison führte der jetzt 47 Jahre alte Baumgart den SCP auf Platz zwei und damit zurück in die zweite Liga. Nun steht der Durchmarsch bevor, Paderborn könnte zum zweiten Mal nach 2014 in die Bundesliga aufsteigen - direkt mit einem Sieg in Dresden, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage droht die Relegation gegen den VfB Stuttgart, sofern Union in Bochum gewinnt.

"Den einen motiviert die Kulisse, den anderen das Geld und den dritten, dass wir in den Aufstiegskampf eingreifen können", meint Fiel - und sagt: "Letzten Endes ist es mir egal, wen was motiviert. Wir wollen die Leute noch mal mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken nach einer schwierigen Saison."