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Dynamo-Psychologe wechselt zu Schalke

Sascha Lense verlässt die SGD. Minge muss jetzt überlegen, wie es mit der Sportpsychologie künftig weitergeht.

Dynamos Noch-Sportpsychologe Sascha Lense © Robert Michael (Archiv)

Dynamos Sportpsychologe Sascha Lense hat bald einen neuen Arbeitgeber. Der 43-Jährige wechselt zur Saison 2019/20 zum Bundesligisten FC Schalke 04, informiert Dynamo per Pressemitteilung. „Wir bedauern Saschas Entscheidung, respektieren gleichwohl seinen Wunsch nach einem Wechsel zum FC Schalke 04", wird Sportgeschäftsführer Ralf Minge zitiert.

Lense war in der vergangenen Saison hauptverantwortlicher Sportpsychologe der Lizenzmannschaft der SGD. Als solcher leistete er den Spielern individuelle Hilfestellungen, um mit Situationen umzugehen. Besonders gefragt war seine Arbeit bei Misserfolgen. Dann versuchte der Psychologe, mit den Spielern ihren mentalen Ballast abzubauen, der sich oft über Wochen angestaut hatte. 

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Der 43-Jährige war früher selbst Fußball-Profi, spielte unter anderem für Unterhaching und Zwickau in der zweiten Liga. Bei Dynamo war er in der Saison 1999/2000 Kapitän in der noch drittklassigen Regionalliga. Nach dem Abstieg Dynamos in die 3. Liga stellte Minge erstmals einen psychologischen Betreuer ein. Schon damals, im Jahr 2014, sollte Lense das Trainerteam unterstützen, wurde allerdings von Stefan Böger erst einbezogen, als der damalige Chefcoach in der sportlichen Krise selbst unter Druck geraten war. Lense verließ am Saisonende den Verein, arbeitete danach drei Jahre als Chefpsychologe bei RB Leipzig, bevor er zu Dynamo zurückkehrte.

Dann der Rauswurf: Nach einem 1:8-Debakel gegen Köln im Jahr 2018  wurde Lense fristlos gekündigt. Damals war Maik Walpurgis noch Cheftrainer. Der Vorwurf: Meuterei. Doch es dauerte nicht lange, dann holte die SGD Lense zurück. in der Saison 2018/19 war er schließlich Leiter des Sportpsychologischen Dienstes. 

Nach dem Hin und Her in den vergangenen Jahren hat sich Lense nun für einen Wechsel zu den Königsblauen entschieden. Für Minge bedeutet das, den gesamten Bereich der Sportpsychologie neu zu überdenken. „Wir werden mit der gebotenen Ruhe prüfen, wie wir uns im Bereich Sportpsychologie künftig ausrichten, um diesen wichtigen Baustein weiterzuentwickeln.“