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Dynamo startet mit Doppelspitze

Cristian Fiel setzt nun doch auf Koné und Jeremejeff. Aber das ist gegen Regensburg nicht die einzige Überraschung.

Von Sven Geisler
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Wie in den ersten Minuten im Testspiel in Zeit: Koné und Jeremejeff dürfen gemeinsam angreifen.
Wie in den ersten Minuten im Testspiel in Zeit: Koné und Jeremejeff dürfen gemeinsam angreifen. © PICTURE POINT

Dresden. Für Dynamo und seine Fans wird das ein schöner Sonntagnachmittag. Die Schwarz-Gelben empfangen ab 13.30 Uhr den SSV Jahn Regensburg im Rudolf-Harbig-Stadion, so etwas wie den Lieblingsgegner. Von den bislang vier letzten Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga haben sie drei gewonnen und keinen einzigen Treffer kassiert. "Wenn du mir jetzt noch sagst, dass ich mal einen Elfmeter verwandelt habe", meint Cheftrainer Cristian Fiel, als er darauf angesprochen wurde. "Gegen Patrick Wiegers." Das ist gut sechs Jahre her und Wiegers heute Ersatztorwart bei den Dresdnern. Die spannenderen Personalien vor dem Spiel sind aber andere.

Denn Fiel lässt tatsächlich zum ersten Mal in dieser Saison mit einer Doppelspitze spielen. Moussa Koné und Alexander Jeremejeff dürfen also gemeinsam angreifen. Genauso überraschend stehen die Innenverteidiger Florian Ballas und Kevin Ehlers zusammen in der Startelf, zuletzt hatte Ballas den 18-jährigen Ehlers ersetzt. 

Dafür bleibt das Mittelfeld-Duo Baris Atik und Sascha Horvath diesmal zunächst draußen. 

Dynamo spielt also mit: Broll -  Ballas, Ehlers, Müller - Burnic, Klingenburg - Wahlqvist, Ebert, C. Löwe - Koné, Jeremejeff. 

Die taktische Formation mag eine andere sein, die Spielidee bleibt die gleiche. "Wenn du spielen willst, musst du dich viel bewegen", betont Fiel. "Es muss uns bewusst sein: Wenn wir dazu nicht bereit sind, dann wird es schwer, weil es für den Gegner viel leichter ist, es zu verteidigen."

Was die Statistik betrifft, winken beide Trainer ab. "Statistiken sind interessant", sagt Jahn-Coach Mersad Selimbegov. "Aber für uns gibt es Statistiken, die viel interessanter sind." Es sei eine spezielle Sache mit Serien im Fußball, meint Fiel. "Es wird uns trotzdem nicht helfen, wir müssen schon besser sein, um zu gewinnen", sagt er. "Das Spiel startet bei 0:0. Ich lechze nach drei Punkten." Leicht wird es jedoch gegen den Tabellennachbarn aus der Oberpfalz nicht. "Es kommt eine Mannschaft, die mit Power auf den Ball geht, schnell umschaltet und jedem Gegner Probleme bereiten kann." So haben sie sich zum Beispiel bei der 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart mehr als achtbar geschlagen und bisher einen Punkt mehr geholt als die Dresdner.

So spannend wie in den bislang letzten beiden Spielen, als Dynamo gegen St. Pauli zu Hause ein 0:3 aufholte und in Bochum ein 2:2 verspielte, müsse es nicht werden, wünscht sich der Coach. "Bitte nicht!", meint Fiel. "Ich hätte nichts gegen normale Spiele, aber dann bitte normal und erfolgreich. Das wäre mir schon recht." Dann kann es ja losgehen...

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