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Dynamo setzt auf Emotionen

Die Dresdner empfangen am Sonntag Jahn Regensburg. Trainer Uwe Neuhaus warnt vor dem starken Aufsteiger und muss sich in der Torwartfrage entscheiden.

© Robert Michael

Sven Geisler

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Dresden. Ausgerechnet jetzt kommt mit Jahn Regensburg die Mannschaft der Stunde in der zweiten Liga. Der Aufsteiger ist seit fünf Spielen ungeschlagen und in der Tabelle bis auf Platz sechs geklettert. Kein Wunder also, dass Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus vor diesem Gegner warnt, der am Sonntag, 13.30 Uhr, im DDV-Stadion zu Gast sein wird. „Sie haben einen unglaublichen Lauf“, sagt der 58 Jahre alte Fußballlehrer. „Es zeichnet sie aus, dass sie sich total einig sind. Ihre Mentalität und Geschlossenheit sind wirklich beeindruckend. Das ist aller oberstes Niveau.“

Ex-Dynamos in der zweiten Liga

Wer nun meint, Neuhaus hisst die weiße Flagge, liegt natürlich falsch. Er fordert von seinem Team, die gleiche Einstellung und Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Dafür haben sie in dieser Woche vor allem an einer Schwäche hart gearbeitet: dem Torabschluss. Das Training, verrät der Chefcoach, habe er bewusst so angelegt, dass die Stürmer mehr Erfolgserlebnisse haben als die Torhüter, denn: „Jedes Mal, wenn das Netz wackelt, gibt das ein positives Gefühl.“ Das bestätigt auch Lucas Röser, mit sieben Treffern Dynamos bester Schütze in dieser Saison. In Fürth hatte der Stürmer zuletzt das Lattenkreuz getroffen, Pech gehabt. „Es war bitter, dass wir die Chancen, die wir uns gerade in der Anfangsphase erarbeitet haben, nicht nutzen konnten. Aber wir haben das aufgearbeitet und abgehakt.“

Röser setzt auf den Heimvorteil, auch wenn der mit erst drei Siegen bisher zu selten den Ausschlag gegeben hat. „Wenn wir als Einheit agieren, mit Emotionen und Leidenschaft spielen, können wir die Fans mitnehmen. Dann wird es für jeden Gegner schwer. Das muss unser Ziel sein.“ Dynamo rechnet mit 25.000 Zuschauern, etwa 800 werden aus Regensburg erwartet.

Neuhaus muss vorher eine Personalfrage beantworten, nämlich ob er den Torwart wechselt. Marvin Schwäbe ist seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining, es jedoch nicht selbstverständlich, dass die Nummer eins gleich wieder den Platz zwischen den Pfosten einnimmt. „Markus Schubert hat seine Sache ordentlich gemacht“, erklärt Neuhaus. Er sagt aber auch: „Wir versprechen uns viel von ihm für die Zukunft. Ob es in der jetzigen Situation die richtige Entscheidung wäre, ihn weiter spielen zu lassen oder Marvin zu bringen, kann ich noch nicht sagen.“ Es gehe darum, ein Gefühl zu bekommen, „wer uns jetzt die meiste Sicherheit gibt“. Deshalb werde er mit seinen Assistenten die Köpfe zusammenstecken und erst nach der letzten Übungseinheit am Samstag seine Wahl treffen.

Noch kein Thema für Sonntag – und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht für das Auswärtsspiel in Bielefeld – ist dagegen die Rückkehr von Marco Hartmann nach seiner Bänderdehnung im Knie. „Er arbeitet im Reha-Bereich, hat erste Läufe gemacht.“ Dabei hatte er zwar keine Probleme, aber es werde noch einige Zeit dauern.

Während Haris Duljevic noch einmal aussetzen muss, stehen Niklas Kreuzer und Jannik Müller nach ihren Gelbsperren wieder zur Verfügung. Neuhaus hat also die sogar Chance, die gleiche Startelf aufzubieten wie beim bisher einzigen Erfolg im neuen Jahr: dem 2:0 gegen den VfL Bochum. In dem Spiel war Dynamo durch einen durch Röser verwandelten Elfmeter gleich in der ersten Minute in Führung gegangen. Man habe gesehen, was so ein frühes Tor bewirkt. „Es gibt ein bisschen Sicherheit, ein bisschen Selbstbewusstsein. Danach war es zwar ein zähes Spiel, aber wir haben es nach Hause gebracht.“ Das soll nun möglichst die Blaupause sein für die Partie gegen Regensburg.

Dynamo spielt voraussichtlich mit: Schubert – Kreuzer, Franke, Ballas, Heise – Konrad – Horvath, Aosman, Hauptmann, Berko – Röser.