merken

Dynamo

Dynamo verliert und ist Tabellenletzter

Nach der knapp verpassten Pokalsensation sind die Dresdner erneut krasser Außenseiter. Der Trainer bringt drei Neue. Das erste Tor fällt nach zwei Minuten.

Santiago Ascacibar erzielt das zwischenzeitliche 2:0 für Stuttgart.
Santiago Ascacibar erzielt das zwischenzeitliche 2:0 für Stuttgart. © dpa

Die Analyse des Spiels - hier.

Das Spiel ist aus - und Dynamo nun Tabellenletzter.

Wie geht's Brüder

Eine Reportagereise durch Osteuropa 30 Jahre nach dem Umbruch auf Sächsische.de

84. Minute: Die Entscheidung. Silas Wamangituka erzielt das 1:3 aus Dynamo-Sicht.

51. Minute: Tatsächlich, die Hoffnung lebt noch. Oder besser: wieder. Moussa Koné wird an der Strafraumgrenze gefoult, und nach Betrachten der Videobilder entscheidet der Schiedsrichter drei Minuten später auf Elfmeter. Koné selbst nimmt sich den Ball und verwandelt sicher zum 1:2.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Fiel ist gerade jetzt der Richtige

Nach fünf Niederlagen in Folge ist Dynamo Schlusslicht der zweiten Liga. Trotzdem muss der Verein am Trainer festhalten, sagt SZ-Redakteur Tino Meyer. Ein Kommentar.

Symbolbild verwandter Artikel

"Wie in einem Horrorfilm, schlimmer geht's nicht"

Dynamos Trainer ist geschockt von krassen Fehlern und vielen vergebenen Chancen. Cristian Fiel nennt Namen, verteidigt seine Spieler aber auch. Das Interview zur Krise.

Symbolbild verwandter Artikel

Dynamos Krise verschärft sich weiter

Die Dresdner verlieren 1:3 in Stuttgart und sind nach der fünften Niederlage in Folge jetzt Tabellenletzter. Stellt sich damit die Trainerfrage? Und wie sieht Fiel das Spiel?

Symbolbild verwandter Artikel

Jetzt die Dynamo-Spieler bewerten

Ein Eigentor und zwei weitere Treffer lassen Dynamo beim VfB Stuttgart verzweifeln.

Symbolbild verwandter Artikel

Dynamo hat einen Gewinner in der Krise

Über kaum eine Position wird immer wieder so heftig diskutiert wie den Torwart – bis Kevin Broll kam. Warum ist das so?

46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft...

45. Minute: Halbzeit in Stuttgart. Im Prinzip ist Dynamo chancenlos und kann von Glück reden, dass es erst 0:2 steht. Das heißt im Umkehrschluss: Noch ist nichts verloren.

38. Minute: Nun ist es doch passiert. Zunächst gilt ein zweites Stuttgarter Tor aufgrund einer Abseitsstellung nicht, aber kurz vor der Pause sorgt Santiago Ascacibar dann für das 0:2. Dabei hatte man gerade den Eindruck, dass sich Dynamo so langsam ins Spiel reinkämpft.  

24. Minute: Großes Glück für die Dresdner, der Schuss von Stuttgarts Philipp Klement landet an der Querlatte. Zuvor vergibt Moussa Koné eine gute Gelegenheit für Dynamo. Doch die Gastgeber sind jetzt hoch überlegen.

3. Minute: Und schon liegt Dynamo in Rückstand. Die Stuttgarter nutzen gleich den ersten Eckball, Marc-Oliver Kempf steht völlig frei und trifft zum 0:1 aus Sicht der Dresdner.

1. Minute: Das Spiel beginnt, Dynamo hat Anstoß.


Für Cristian Fiel ist die Reise ins Schwäbische eine besondere, eine Fahrt nach Hause. Wenn Dynamo heute, Anstoß 13.30 Uhr, jedoch vor mehr als 50.000 Zuschauern beim VfB Stuttgart antritt, bleibt für Sentimentalitäten weder Zeit und Raum. 

Das weiß auch der Cheftrainer, der in Esslingen am Neckar geboren wurde, in der Jugend für den VfB und später für die Stuttgarter Kickers spielte. Zu ernst ist die aktuelle Situation, so groß die sportliche Herausforderung. Dynamo als Tabellenvorletzter tritt beim Ligadritten an, der den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga anstrebt. 

"Zu dem Zeitpunkt, als ich Trainer wurde, war das zugegeben ein Gedanke. Weil ich es als Spieler nicht schaffte, in das Stadion zurückzukommen, habe ich mir das für meine Trainerlaufbahn vorgenommen. Und deshalb ist dieses Spiel auf jeden Fall etwas besonderes", meint Fiel - und schränkt sofort ein: "Trotzdem vergesse ich natürlich nicht, worum es für uns in diesem Spiel geht."

Hartmann wieder in Startelf, Ehlers gar nicht dabei

Seine Startelf ändert er im Vergleich zur Pokalpartie am vergangenen Mittwoch in Berlin auf drei Positionen: Kapitän Marco Hartmann sowie Patrick Möschl und Dzenis Burnic sind neu dabei. Dagegen steht der 18-jährige Kevin Ehlers, der in Berlin den entscheidenden Elfmeter verschossen hat, diesmal nicht mal im Spieltagsaufgebot. Dies ist jedoch keine Straf-, sondern vielmehr eine Schutzmaßnahme von Fiel. Er will den jungen Mann, dem er schon bald den Sprung in die Bundesliga zutraut, behutsam aufbauen.

Taktisch sieht die Formation so aus: Broll - Müller, Ballas, Nikolaou - Möschl, Burnic, Hartmann, Hamalainen - Atik - Koné, Jeremejeff.

Personell hat Fiel vorab bereits einige personelle Veränderungen im Vergleich zum Pokal angekündigt. "Meine Überzeugung ist, dass diejenigen, die auf ihre Chance gewartet haben und frisch sind, genauso liefern können."

Nicht zur Verfügung stehen ihm die gesperrten Patrick Ebert und Niklas Kreuzer, der nach seiner Roten Karte noch einmal aussetzen muss, sowie Sascha Horvath, der am Freitag am linken Zeigefinger operiert wurde. Dagegen hat sich Torwart Kevin Broll nach seiner im Pokal erlittenen Gehirnerschütterung wieder rechtzeitig einsatzfähig gemeldet. 

Trotzdem - das Wort benutzt der Trainer in diesen Tagen nach der knapp verpassten Pokalsensation mit dem Drama beim Bundesligisten Hertha BSC und dem nun bevorstehenden Auswärtsspiel beim nächsten Top-Gegner immer wieder. Da ist die unerwartet starke Leistung im Pokal in Berlin - und trotzdem die Niederlage.  Oder gerne auch andersherum, je nach Sicht auf die Dinge: das Ausscheiden - und trotzdem eine unerwartet starke Leistung.

"Mitleid ist das, was man am wenigsten braucht. Doch die Jungs nach so einem Spiel in der Kabine zu sehen... Das ist bitter. Und trotzdem versuchen wir am Sonntag dort weiterzumachen, wo wir in Berlin aufgehört haben. Und dann hoffen wir verdammt noch mal, dass wir diesen Bock endlich umstoßen", sagt Fiel angesichts von zuletzt vier Punktspiel-Niederlagen in Folge.

Jetzt geht es schließlich im Liga-Alltag weiter, und das beim erstklassig besetzten Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart. Und trotzdem sieht Fiel eine Chance. Nicht nur, wie er häufig betont, weil jedes Spiel bei 0:0 beginnt, sondern weil die Stuttgarter Spielanlage auf Ballbesitz und Dominanz ausgelegt ist, damit dem Stil der Berliner im Pokalspiel ähnelt und sich damit womöglich wieder Räume für eigene Angriffe bieten.