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Ein Eigentor und zwei weitere Treffer lassen Dynamo beim VfB Stuttgart verzweifeln.

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Jannis Nikolaou von Dynamo Dresden liegt auf dem Spielfeld.
Jannis Nikolaou von Dynamo Dresden liegt auf dem Spielfeld. © dpa

Stuttgart. Den Schwung vom DFB-Pokal konnte Dynamo Dresden nicht mitnehmen. Das Team von Cristian Fiel kassierte am Sonntag beim VfB Stuttgart seine siebte Saisonniederlage und unterlag beim Aufstiegsaspiranten mit 1:3 (0:2). Brian Hamalainen (3./Eigentor), Santiago Ascacibar (38.) und Silas Wamangituka (84.) hießen die VfB-Torschützen, Moussa Koné (51./Foulelfmeter) erzielte für Dynamo den zwischenzeitlichen Anschluss. Mit nur neun Zählern nach zwölf Spielen sind die Sachsen mit vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz Tabellenletzter.

"Der Rückstand war beschissen nach einem Standard, da hast du gleich kein gutes Gefühl. Irgendwie kommst du dann nicht dahin zu glauben, dass du es jetzt drehst", sagte Dynamos Kapitän Marco Hartmann. Keeper Kevin Broll meinte zum erneuten Rückschlag: "Ein bisschen müde Beine, müder Kopf, die Stuttgarter hatten einen Tag mehr zum Regenerieren." Er vermisste das Gegenhalten seines Teams und schaut schon zum nächsten Abstiegsduell gegen den SV Wehen Wiesbaden: "Da müssen wir den Kopf aus der Schlinge ziehen. Da zählt nur noch Kampf, Herz und Leidenschaft - mehr nicht."

Einst trafen sich beide Teams im Europapokal und der Bundesliga, am Sonntag war es bereits das dritte Zweitliga-Duell zwischen den beiden Traditions-Clubs, in dem Dynamo vor 52 129 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena nicht viel zusammen bekam. Fiel rotierte nach dem knapp verlorenen 120-Minuten-Pokalfight vom Mittwoch bei Hertha BSC nicht so stark. Er nahm nur drei Veränderungen vor: Marco Hartmann, Patrick Möschl und Dzenis Burnic durften von Beginn an ran.

Gefährliche Nadelstiche

Auch Dynamo-Torwart Kevin Broll konnte trotz einer unter der Woche diagnostizierten Gehirnerschütterung spielen. Dynamos 24 Jahre alter Schlussmann musste bereits in der dritten Spielminute das erste Mal hinter sich greifen. Eine Ecke von Philipp Klement brachte Kapitän Marc Oliver Kempf auf's Tor. Weil der Abwehrversuch von Dresdens Hamalainen auf der Linie arg ungelenk geriet, wurde der Treffer als Eigentor gewertet.

Es war das schnellste Gegentor der Sachsen in dieser Spielzeit und sorgte für noch größere Verunsicherung bei der schlechtesten Auswärtsmannschaft im Fußball-Unterhaus. Dynamo fiel gegen hoch anlaufende Hausherren nicht viel ein, nur zwei Einzelaktionen von Moussa Koné (21./37.) sorgten für etwas Torgefahr.

Zudem sorgte Stuttgart mit überfallartigen Tempogegenstößen immer wieder für gefährliche Nadelstiche. Dresdens Hintermannschaft war überfordert mit der Wucht des VfB, kam immer einen Schritt zu spät, wie auch beim zweiten Gegentreffer. Orel Mangala durfte völlig ungestört Flanken, Torschütze Ascacibar nicht weniger frei in der Mitte zum 2:0 einschieben.

Nach der Pause keimte bei den rund 4.000 Dynamo-Fans doch noch etwas Hoffnung auf, als Koné einen an ihn verwirkten Elfmeter nach Videobeweis zum Anschlusstreffer verwandelte. Anschließend blieb die Fiel-Elf offensiv jedoch einiges schuldig, bis der eingewechselte Luka Stor zweimal in hintereinander (77./78.) völlig frei in aussichtsreicher Position an Stuttgarts Torwart Gregor Kobel scheiterte.

Wamangituka machte dann 20 Sekunden nach seiner Einwechslung den Deckel drauf, nachdem zuvor Dynamo-Keeper Broll dreimal sehenswert (75./77./82.) das Spiel offen hielt. (dpa)

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