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Dynamos Aufstiegsheld Eilers insolvent

Seit Mitte Juli läuft in Braunschweig das Verfahren gegen den 31-Jährigen. Es ist nicht der erste Rückschlag für ihn, seit er die SGD verlassen hat.

Will mit dem Fußball nicht aufhören, ist aber auf der Suche nach einem Klub: Justin Eilers. Und das ist nicht sein einziges Problem. ©  Robert Michael

Dresden. Seit seinem Weggang von Dynamo Dresden hat es Justin Eilers nicht leicht. Nach zahlreichen sportlichen Rückschlägen kommen nun noch wirtschaftliche Probleme hinzu. In seiner Heimatstadt Braunschweiger wurde am 18. Juli ein Verbraucherinsolvenzverfahren - umgangssprachlich oft auch als Privatinsolvenz bezeichnet - gegen den 31-Jährigen eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde ein Braunschweiger Rechtsanwalt bestellt, bei dem bis zum 16. September Gläubiger ihre Forderungen anmelden können.

Für den derzeit vereinslosen Eilers der nächste Eintrag in einer schier endlosen Liste an negativen Wendungen. Nachdem er sich im Sommer 2016 als Drittliga-Spieler der Saison und -Torschützenkönig von Zweitligaufsteiger Dynamo verabschiedete, wollte er sich bei Werder Bremen den Traum von der Bundesliga erfüllen. Dass dies nicht klappte, lag  nicht zuletzt an einem Serie schwerer Verletzungen -  Leistenoperation und Kreuzbandriss inklusive. 

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Auch der Versuch, bei Apollon Smyrnis in der ersten Liga Griechenlands Fuß zu fassen, misslang. In Athen wurde er im vergangenen Jahr Opfer der Vereinspolitik, unter der auch Trainer Valerien Ismael zu leiden hatte. Ismael hatte Dynamos Aufstiegshelden von einem Wechsel überzeugt, war aber nach nur 61 Tagen vor die Tür gesetzt worden - und für Eilers in der ersten Mannschaft kein Platz mehr.

Nachdem er zum Jahreswechsel 2018/19 seinen Vertrag bei Apollon auflöste, versuchte er bei den Sportfreunden Lotte in der dritten Liga an erfolgreichere Zeiten anzuknüpfen, doch auch hier schlug das Verletzungspech wieder zu, weswegen der von vornherein nur auf ein halbes Jahr begrenzte Vertrag nicht verlängert wurde. (SZ)

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Eilers erklärt sich auf Facebook

Bei Facebook erklärte der derzeit vereinslose Eilers, der sich im Sommer 2016 als Drittliga-Spieler der Saison und -Torschützenkönig von Zweitligaufsteiger Dynamo verabschiedete: „Durch meine gesundheitliche Konstellation war ich 42 Monate getrieben von unzähligen Operationen und Rehas, die mich leider nicht nur körperlich aus dem Gleichgewicht gebracht haben.“ Nur durch den Schritt zum Insolvenzverwalter sei es möglich, einen persönlichen Neuanfang zu starten.

Eilers erklärte außerdem, die nächsten Monate nutzen zu wollen, um „meine Balance wieder herzustellen, und auch meine sportliche Karriere wieder anzuschieben“. Er sei nicht pleite, so der Dresdner Aufstiegsheld, „sondern habe veranlasst, dass meine Schulden über die dafür gesetzlichen Möglichkeiten bereinigt werden“. Darüber hinaus wolle er sich öffentlich aber nicht mehr äußern. 

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