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Eberhards stürmischer Besuch

Wenn der Baum durchs Fenster kommt: Diese und weitere Erfahrungen mussten Sturmgeplagte jetzt machen.

Zwei Fenster sind notdürftig verschlossen: Auf der Heidenauer Rathausstraße ist in der Nacht zu Montag ein Baum umgestürzt und hat Fenster zerstört. © Daniel Schäfer

Dieser Baum kam den Bewohnern der Heidenauer Rathausstraße gefährlich nahe. Er zerstörte mehrere Fenster sowie Möbel und hinterließ an der Fassade seine Spuren. Glücklicherweise wurde niemand von den Mietern verletzt. Am Montag wurde der Baum abgesägt.

Genau wie der beim Eis-Wolf an der Dresdner Straße. Die einst Schatten spendende reichlich 15 Meter hohe Fichte lag entwurzelt vor dem Eiswagen und hatte das Gartenlokal unter sich begraben. Der Schaden am Wagen war gering, doch die Öffnung des Eisverkaufs fraglich. Eine Stunde brauchte es, den Baum zu zerteilen und zu stapeln – Eis-Wolf konnte – wie immer seit 1. März – öffnen. Auch auf der Breitscheidstraße, auf dem Spielplatz in Großsedlitz sowie an der Gleißbergschule und den Kindergärten Kunterbunt und Regenbogen hatte Sturmtief Eberhard in der Nacht zu Montag in Heidenau gewütet und Bäume zu Fall gebracht. Die Pechhüttenstraße musste sogar einige Zeit voll gesperrt werden, da dort ein Baum in der Freileitung hing.

Die Gottleubaer Stollenstück-Gärtner erschraken, als sie am Montag in ihre Gärten kamen. Den einer jungen Frau, den sie erst vor Kurzem übernommen hat, erwischte es besonders hart. Hier sind zwei riesige Fichten umgefallen, sie liegen quer im Garten und haben alles unter sich zerstört. Der Wurzelballen ist vom Durchmesser so groß wie die Frau. Zum Glück hat sie nette Nachbarn, die ihr helfen.

Bei anderen Gärtnern in der Region wurden Zäune beschädigt, flogen Zäune, Leitern, Pergolas und Dekorationen durch die Gegend. Auf dem Weg von Berggießhübel nach Hellendorf lagen viele Bäume. Anwohner berichten von einer Verwüstung. Die Feuerwehr war auch hier die ganze Nacht sowie am Montag im Einsatz. Die Gottleubaer Gärtner bereiten sich indes auf den nächsten Sturm vor. Manche haben ihre Zäune mit Gurten festgemacht. (SZ/sab)

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