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Edeka lässt auf sich warten

Weil Wasser in die Baugrube drückt, muss es nun aufwendig abgeleitet werden. Der Baustart ist aber noch immer unklar.

© Archiv/SZ

Von Thomas Möckel

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Pirna. Edeka hat den Januar verstreichen lassen, ohne – wie angekündigt – mit dem Bau des Scheunenhofcenters in der Pirnaer Innenstadt zu beginnen. Toni Kunze, Regionalleiter Expansion und Immobilien der Edeka-Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen, hatte im Dezember-Stadtrat angekündigt, dass die Bauleute im Januar mit der Gründung des Einkaufszentrums starten, doch der tatsächliche Baubeginn ist jetzt nach wie vor unklar. Zumindest sind jetzt die letzten Hindernisse für das Bauvorhaben ausgeräumt worden. Nach Aussage von Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) sei dem Bauherren die beantragte wasserrechtliche Genehmigung erteilt worden. Sie gestattet Edeka, während der Bauphase den Grundwasserspiegel auf dem Areal abzusenken. Nötig wird dieser Schritt, weil der Grundwasserspiegel laut Kunze seit 2014 im Bereich des Grundstückes signifikant gestiegen sei. Die Folge: Das Grundwasser drückt massiv in die ausgehobene Baugrube und läuft nicht mehr ab. Um das Scheunenhofcenter künftig vor dem aufsteigenden Nass zu abzuschotten, muss nun zusätzlich eine weiße Wanne quasi als wasserdichtes Fundament errichtet werden. Aufgrund dessen war Edeka gezwungen, Teile des Gebäudes neu zu planen. Den geänderten Bauantrag hat die Stadt Pirna bereits genehmigt. Laut Hanke seien die Aufträge für die Arbeiten am Grundwasserspiegel bereits ausgelöst. Derzeit werde geprüft, wo die Trassen für die Wasserableitung verlaufen sollen. Danach beginnt voraussichtlich der Bau des Einkaufszentrums. Nach Aussage von Kunze soll das Scheunenhofcenter Ende 2019 oder Anfang 2020 fertig sein. In der Stadtratssitzung am 20. März 2018 will Edeka offenbaren, welche Mieter künftig in das Haus einziehen.