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Edeka legt seinen Baustellen-See trocken

Fürs Scheunenhofcenterin Pirna muss der Grundwasserspiegel gesenkt werden. Auf den Straßen ringsum wird’s daher etwas eng.

© Archiv: Daniel Förster

Von Thomas Möckel

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Pirna. Als Edeka im vergangenen Jahr nach langer Wartezeit mit dem Bau des Scheunenhofcenters in der Pirnaer Innenstadt begann, standen die Bauleute schon recht bald vor einem gravierenden Problem: Kaum war die Baugrube ausgehoben, lief sie voll Wasser, was dann auch nicht mehr weichen wollte. Die Ursache: Laut dem Unternehmen war der Grundwasserspiegel auf dem Areal seit 2014 enorm angestiegen, was den Planern Kopfzerbrechen bereitete. Die ursprüngliche Bauvariante ließ sich nicht mehr umsetzen, die Abdichtung der Tiefgarage musste vollständig umgeplant werden. Die Lösung: Eine mit Bohrpfählen verankerte sogenannte weiße Wanne soll das Tiefgeschoss künftig vor eindringendem Wasser schützen.

Gibt es bislang nur als Visualisierung: So wie hier soll das Scheunenhofcenter in der Pirnaer Innenstadt einmal aussehen.
Gibt es bislang nur als Visualisierung: So wie hier soll das Scheunenhofcenter in der Pirnaer Innenstadt einmal aussehen. © Visualisierung: www.archlab.de

Doch hier gesellte sich ein weiteres Problem hinzu. Die weiße Wanne lässt sich nur bauen, wenn zuvor der Grundwasserspiegel abgesenkt wird. Edeka beantragte daher eine entsprechende Genehmigung und bekam jetzt eine positive Antwort.

Der Investor darf den Grundwasserspiegel vorübergehend tieferlegen, auch die Rohbauarbeiten am Haus seien inzwischen genehmigt. „Wir sind sehr erleichtert, dass es nun endlich losgehen kann“, sagt Toni Kunze, Regionalleiter Expansion und Immobilien der Edeka Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH. Aus Sicht des Unternehmens rückt damit der Baubeginn am Scheunenhofcenter ein großes Stück näher. Edeka hat bereits Firmen damit beauftragt, den Baustellen-See trockenzulegen. Die Fachleute wollen in Kürze damit beginnen, die technischen Anlagen aufzubauen und anschließend das nachdrückende Grundwasser zu bändigen. „Der Aufbau der notwendigen Technik wird etwa 21 Tage dauern“, sagt Kunze.

Ist der Grundwasserspiegel im ersten Teilbereich abgesenkt worden, können die Handwerker mit den Arbeiten für Bohrpfähle und Fundamente starten. Die Witterung sei laut Kunze günstig, so könnten die Pirnaer schon in Kürze erste Bauaktivitäten für das innerstädtische Einkaufszentrum verfolgen.

Mit dem Baustart gehen allerdings auch einige Einschränkungen einher. Um das überschüssige Grundwasser abzuleiten, müssen die Arbeiter eine lange Rohrleitung installieren, die Arbeiten sind bereits genehmigt und mit der Stadt abgestimmt. Auf den Straßen ringsum wird es daher ab 26. Februar bis voraussichtlich 9. März etwas eng. So gilt auf der Siegfried-Rädel-Straße zwischen Hospitalstraße und der Gottleubabrücke ein beidseitiges Halte- und Parkverbot. Der Gehweg wird schmaler, weil hier die Stützen der Rohrleitung stehen. Ebenso wird die Siegfried-Rädel-Straße ab der Hausnummer 14 Einbahnstraße in Richtung Gottleuba. Die Hospitalstraße wird aus Richtung Bahnhofstraße kommend in Richtung Rädelstraße ebenfalls zur Einbahnstraße. Ab dem Haus Hospitalstraße 3 herrscht auch ein beidseitiges Halte- und Parkverbot. Auch dort wird der Fußweg wegen der Rohrstützen schmaler.

Die entsprechenden Verkehrsschilder werden am 23. Februar aufgestellt – wie gefordert 72 Stunden vor Beginn der neuen Regeln. „Wir bitten um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen, werden aber bestrebt sein, die notwendigen Arbeiten tatsächlich innerhalb dieser 14 Tage abschließen zu können“, sagt Kunze.