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Deutschland & Welt

Ehemann mit Schrubber erschlagen

Eine 86-Jährige soll ihren Mann umgebracht haben. Weil sie als schuldunfähig gilt, wurde sie in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. 

© Volker Hartmann/dpa (Symbolbild)

Münster. Weil eine 86-jährige Frau aus dem Münsterland ihren pflegebedürftigen Ehemann mit einem Schrubber erschlagen hat, ist sie auf unbestimmte Zeit in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Laut Urteil vom Dienstag hatte die unter fortgeschrittener Demenz leidende Seniorin aus Dülmen im Dezember 2018 unter anderem mit einem Holzschrubber auf ihren gleichaltrigen Ehemann eingeschlagen. Er war auf dem Küchenboden der gemeinsamen Wohnung verblutet.

Im Prozess vor dem Landgericht Münster hatte die Seniorin die Tat bestritten. Sie habe ihren Mann geliebt und nicht getötet, sagte sie den Richtern. Was genau passiert sei, wisse sie nicht.

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Das Paar war 62 Jahre lang verheiratet und hatte bis zuletzt in einer eigenen Wohnung gelebt. Um die Pflege ihres Mannes hatte sich die 86-Jährige weitgehend selbst gekümmert. Bestraft werden konnte sie aufgrund ihrer Erkrankung nicht. Vor Gericht galt die Seniorin als schuldunfähig. (dpa)