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Ehre für den ersten Bürgermeister

Die Gemeinde Demitz-Thumitz erinnert an Oskar Rätze. Der Ort hat ihm viel zu verdanken.

© Steffen Unger

Demitz-Thumitz. Der Grabstein für Ernst Oskar Rätze und dessen Frau Marie Elisabeth auf dem Friedhof der Gemeinde Demitz-Thumitz soll restauriert werden. Finanziert wird das Vorhaben durch die Familie, durch Spenden sowie einen Zuschuss der Gemeinde. Diese gibt 1 500 Euro, sagte Bürgermeisterin Gisela Pallas der SZ. Die Gemeinde würdigt damit ihren Ehrenbürger.

Am 1. Februar 1898 schlossen sich die damals selbstständigen Dörfer Demitz und Thumitz zu einer Gemeinde zusammen. Oskar Rätze (1863 bis 1929) wurde zum ersten Bürgermeister der neuen Gemeinde gewählt. Er war führend an der Vereinigung der beiden Orte beteiligt. Dieser Vereinigung waren auf schulischem und kirchenorganisatorischem Gebiet bereits gemeinsame Bestrebungen vorausgegangen. Beide Dörfer nutzten zudem bereits seit 1897 einen neuen Friedhof. In die Amtszeit von Oskar Rätze fiel die Entwicklung des Dorfes, das parallel zum Aufschwung der Granitindustrie am Klosterberg zur Blüte gelangte. Dazu gehörte auch die Eröffnung der Sächsischen Steinmetzschule im Jahr 1908, die in ihrer Ausrichtung einzigartig für Mitteldeutschland ist.

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Fast ein Vierteljahrhundert lang übte Oskar Rätze das Bürgermeisteramt in Demitz-Thumitz aus. 1922 schied er aus seiner Funktion aus und wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Außer dem Grabstein auf dem Friedhof erinnert seit Jahren auch eine Straße in Nähe der Steinbrüche an den früheren Bürgermeister. (SZ)