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„Ehrenamt nicht haftbar machen“

Im Streit um die Finanzen für die Schiebocker Tage sieht die SPD Bischofswerda eindeutig die Stadtverwaltung in der Pflicht.

© dpa

Zum Streit um die Haftungsfrage bei den „Schiebocker Tagen“ zwischen Stadtverwaltung und der AG Schiebocker Tage 2.0 hat sich die neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereines Bischofswerda zu Wort gemeldet. Dr. Uta Strewe: „Die SPD sieht die Stadtverwaltung in der Pflicht. Deren Position ist kaufmännisch nicht nachvollziehbar. Wir sind klar für die Fortsetzung der Arbeit der ehrenamtlichen Organisatoren bei Übernahme der Risiken.“ Frank Kern, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat ergänzt: „Wer sich für Schiebock den Buckel krumm macht, kann nicht auch noch den Preis für schlechtes Wetter zahlen. Ehrenamt darf nicht haftbar gemacht werden.“

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Die SPD sieht „bei wirtschaftlicher Betrachtung“ genau drei Möglichkeiten, die die Verwaltung bei Vorbereitung und Durchführung des Stadtfestes hat: „1. Sie vergibt die Veranstaltung an ein kommerzielles Eventunternehmen. Das wird sehr teuer, denn das Unternehmen kalkuliert natürlich sein Risiken wie schlechtes Wetter in den Preis ein. 2. Die Stadt arbeitet weiterhin mit ehrenamtlichen Organisatoren zusammen. Das ist sehr billig, dann muss aber auch die Stadt die Risiken übernehmen. 3. Die Stadt verzichtet auf die Schiebocker Tage.“ Ein Verzicht auf das Stadtfest kommt für die SPD nicht infrage.

Die AG Schiebocker Tage 2.0 mit fast ausschließlich ehrenamtlichen Akteuren hatte am Dienstag im Stadtrat grob das Programm für das Fest im Juni 2015 vorgestellt und dabei auch mitgeteilt, „die Stadt will uns das Defizit in Rechnung stellen. Das lehnen wir ab“. Die Stadtverwaltung hat auf SZ-Anfrage unter anderem erklärt, die AG solle frei im Handeln sei, sie genieße das Vertrauen der Verwaltung. Die Stadt sei aber grundsätzlich nicht Ausfallbürge. Die AG kündigte den Ausstieg aus der Arbeit für das Stadtfest an, sollte es keine Lösung geben. Hauptamtsleiterin Inga Skambraks signalisierte Gesprächsbereitschaft. (SZ/ass)

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