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Ehrenamtler dringend gesucht

Sanitäter, Feuerwehrmann, Trainer: Mehr als 38 Prozent aller über 14-Jährigen in Sachsen engagieren sich ehrenamtlich. Das ist mehr als früher aber viel weniger als im Bundesdurchschnitt.

© Patrick Seeger/dpa

Dresden. Sanitäter, Feuerwehrmann, Trainer im Sportverein: Mehr als 38 Prozent aller über 14-Jährigen in Sachsen engagieren sich laut Sozialministerium ehrenamtlich. 2009 lag der Wert bei 33,6 Prozent. Dennoch ist das weniger als der Bundesdurchschnitt, der bei 43 Prozent liegt. Verbände und Vereine suchen nach weiteren Freiwilligen, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

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Warum sich nicht noch mehr Menschen ehrenamtlich engagieren wollen, vermag das Ministerium nicht zu erklären. Im Ländervergleich rangiert Sachsen auf einem hinteren Platz. Spitzenreiter ist Rheinland-Pfalz mit 48,3 Prozent. Letzter ist Hamburg mit 36 Prozent.

24 Frauen und 31 Männer wurden am Sonnabend im Sächsischen Landtag für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. „Das sind Menschen, die nicht darauf warten, dass sie der Staat oder ein Arbeitgeber beauftragt, sondern die selbst anpacken und unser Sachsen ein bisschen besser machen“, würdigte Landtagspräsident Matthias Rößler die „stillen Helfer“.

Ihr freiwilliger Einsatz sei eine Bereicherung für die Gesellschaft, Beleg für ein lebendiges Gemeinwesen und „eine der wichtigsten Grundlagen unseres Zusammenlebens überhaupt“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Laut ihrem Ministerium sind Erwerbstätige in der Regel eher zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit bereit als Menschen ohne Job. Die mit Abstand meisten Freiwilligen engagieren sich in den Bereichen Sport und Bewegung, gefolgt von Freizeit und Geselligkeit, Schule und Kindergarten, dem sozialen Bereich, Kultur und Musik, Kirche.

Bei den Ehrenamtlern von Freiwilliger Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst wird es schwierig, neue Mitglieder zu gewinnen. So ging laut Innenministerium die Zahl der Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr von 2013 bis 2016 von mehr als 44 000 auf rund 42 700 zurück. (dpa)