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Eier-Transporter sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

Vermutlich durch einen schadhaften Tank verursachte ein Fahrzeug gestern eine kilometerlange Ölspur.

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Von Sven Görner

Zunächst fällt nur das kleine Warndreieck auf, das gestern Mittag nach dem Überqueren der Autobahn an der Straße von Radeburg in Richtung Tauscha steht. Nach der Kurve zucken dann zahlreiche Blaulichter. Und die Königsbrücker Straße sieht aus, als hätte ein Lkw mit Ziegelmehl seine Ladung verloren. Doch dann wird deutlich, dass die Feuerwehrleute das rote Pulver nicht von der Straße kehren, sondern es gleichmäßig darauf verteilen. Denn auf dem Kopfsteinpflaster darunter befindet sich eine gefährlich glattes Gemisch aus Wasser und Dieselkraftstoff.

Letzterer, so ist zu erfahren, soll aus dem Tank eines Transporters stammen, der Eier aus einem der Hühnerställe holen wollte, die im Wald in der Rödernschen Heide entlang der Autobahn liegen. In Thiendorf soll das Fahrzeug die A 13 verlassen haben und dann durch Lötzschen und Dobra gefahren sein. Auch dort, so ist von den Kameraden der Feuerwehr vor Ort zu erfahren, soll Diesel verloren worden sein.

Auch die Straße zum Stall, der befindet sich noch hinter dem Abzweig zu den Zschornaer Teichen, schillert regenbogenfarben. Hier sind Kameraden der Feuerwehr Ebersbach im Einsatz. Vor der Einfahrt zum Betriebsgelände arbeiten die Männer der Radeburger Wehr. Sie sind über zwei Stunden im Einsatz. Sie alleine verteilen dabei 800 Kilogramm Bindemittel. Der Verursacher des Schadens ist da schon wieder weg. Vorher hat er aber offenbar noch das Leck geflickt.

Das ganze Ausmaß des Einsatzes und Schadens war gestern im Landratsamt noch nicht in Erfahrung zu bringen. Für den Verursacher, der offenbar bekannt ist, wird es aber in jedem Fall teuer.