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Eigenheimstandort braucht Zeit

Wer an der Segouer Straße in Riesa eins von 37 Häusern bauen will, muss sich noch gedulden. Allein die Erschließung kostet mehr als eine Million Euro.

© Lutz Weidler

Von Christoph Scharf

Riesa. Auf einem Entwurfsplan sind sie schon zu sehen, die 37 Eigenheime, die an der Segouer Straße entstehen sollen. Auf Grundstücken zwischen gut 500 und reichlich 1 000 Quadratmeter gruppieren sie sich auf einem etwa rechteckigen Grundstück an Segouer und Erfurter Straße. Aktuell wird der Bebauungsplan für das Areal erarbeitet. „Wir sind in Gesprächen mit dem Bauamt“, sagt Roland Ledwa, Chef des Großvermieters WGR. Das stadteigene Unternehmen entwickelt den Standort.

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Zuletzt wurde dort ein hydrogeologisches Gutachten gemacht. Das Ergebnis: Das Niederschlagswasser muss künftig vom Areal abgeleitet werden. „Wir wollen alle Erfordernisse schon im Vorfeld der Erstellung des B-Plans klären“, sagt Ledwa. Da ist noch manches zu tun: Während ein Weg für Fußgänger Richtung Schule offen bleiben soll, müss ein Teil der Erfurter Straße noch entwidmet werden – das entscheiden die Stadträte. Bei der WGR hofft man, die vorbereitenden Maßnahmen noch dieses Jahr abzuschließen. Gebaut werde 2018 aber nicht mehr. „Der Bau ist im Anschluss an die Genehmigung des Bebauungsplans vorgesehen“, sagt Ledwa. Einen Zeitrahmen könne man noch nicht nennen. Die WGR geht von Erschließungskosten von deutlich mehr als einer Million Euro aus. Danach werden die Parzellen an Interessenten verkauft. Den Quadratmeterpreis könne man erst kalkulieren, wenn die Planung fertig sei.

Die WGR hatte zuletzt schon zwei Eigenheimstandorte realisieren können: 2016 wurden zwölf Flurstücke in der Müntzerstraße an Interessenten verkauft. Das Gebiet auf dem Heideberg wurde ebenfalls als Standort für Eigenheime erschlossen. Dort konnten 2017 die letzten Flurstücke an private Bauherren verkauft werden.