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Eigentumswohnungen werden immer teurer

Dresdner Wohnimmobilien sind gefragt. Besonders viele wechseln in der Neustadt den Besitzer.

© Symbolfoto: dpa

Von Sandro Rahrisch

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Neuer Umsteigepunkt für Linien 9 und 13 

Endspurt für die Bauarbeiten am Bahnhof Strehlen. Am 5. Juli bieten die Verkehrsbetriebe kostenlose Sonderfahrten auf der Neubaustrecke an.

In Dresden steigen nicht nur die Mieten. Auch die Preise für Eigentumswohnungen und Wohnhäuser ziehen an. Am häufigsten sind im vergangenen Jahr Eigentumswohnungen gehandelt worden. Über 4 600 Käufe zählte die Stadtverwaltung. Im Schnitt wurden dafür 2 140 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Damit waren Eigentumswohnungen etwa fünf Prozent teurer als das Jahr zuvor. Für nagelneue Wohnungen musste man gut doppelt so viel hinlegen wie für ältere, wie aus den Zahlen des Gutachterausschusses hervorgeht.

„Ja, das Preisniveau ist hoch“, sagt Klara Töpfer, die das Amt für Geodaten leitet. Es gebe viele Eigentümer, die Gewinne mitnehmen wollten, indem sie verkaufen. Besonders viele Wohnungen haben in der Neustadt, der Altstadt sowie in Löbtau, Striesen und Gruna den Besitzer gewechselt. Die höchsten Preise würden tendenziell rund um Loschwitz erzielt, so Töpfer. Auch für Einfamilienhäuser musste man 2017 tiefer in die Tasche greifen. So kosteten Heime, die nach der Wende gebaut wurden, im vergangenen Jahr durchschnittlich 3 350 Euro pro Quadratmeter. Damit waren diese Immobilien 13 Prozent teurer als im Jahr vorher. Dasselbe gilt für Doppelhaushälften, die ab 1992 entstanden sind: Käufer mussten dafür im Schnitt etwa 15 Prozent mehr zahlen.

Auch in diesem Bereich sticht die Neustadt als der Ortsamtsbereich heraus, in dem besonders viele Häuser ver- und gekauft wurden. Das habe aber weniger damit zu tun, dass die Neustadt besonders beliebt wäre, heißt es aus der Verwaltung. Vielmehr sei das Immobilienangebot dort besonders groß, da die Neustadt sehr dicht bebaut sei. Außerdem ist das Areal ziemlich groß – es reicht vom Preußischen Viertel bis nach Pieschen. Teurer sind ebenfalls Mehrfamilienhäuser geworden. Für Gründerzeitbauten zum Beispiel ließen sich 2017 rund 1 620 Euro pro Quadratmeter erzielen, für neuere Gebäude sogar über 2 000 Euro.

Auch unbebaute Grundstücke wurden verkauft, allerdings gerade einmal 459. Auch wenn die freien Flächen weniger werden. „Ich denke, Dresden hat noch genug“, so Töpfer. Allerdings befinde sich ein großer Teil in privater Hand. Viele Areale müssten noch entwickelt werden. Dafür brauchte es Anreize.