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Bischofswerda

Kommentar: Ein Abend und viele offene Fragen

Redakteur Ingolf Reinsch über das Forum zur Zukunft des Bischofswerdaer Kulturhauses.

© Steffen Unger

Neunzig Minuten waren für die Bürgerversammlung zum Kulturhaus am Mittwochabend anberaumt. Schon nach rund 70 Minuten war Schluss. An den Bürgern lag das nicht. Sicher war es gut, dass die Einladenden zunächst alle Vorschläge gesammelt haben, um wirklich jedem eine Chance zu geben. Doch zu einer Bürgerversammlung sollte auch die Möglichkeit zum Dialog gehören.

Nach diesem Abend stellen sich viele Fragen. Die für mich wichtigste: Welchen Spielraum lässt der eng formulierte Auftrag an die drei Planungsbüros entgegen allen Bekundungen, „ergebnisoffen“ zu prüfen, wirklich für andere Nutzungsvorstellungen? Nimmt die Aufgabenstellung nicht schon das Ergebnis vorweg?

Zudem: In welchem Verhältnis stehen die Pläne für eine kommunale Trägerschaft des Kulturhauses zu anderen Immobilien in der Stadt? Wir wissen noch nicht einmal, was aus dem Goldenen Engel wird, den die Stadt vor Jahren ersteigerte, und schmieden Pläne fürs Kulturhaus. Man plant Umzüge von Einrichtungen innerhalb der Stadt, um das Kulturhaus zu füllen. Was aber wird mit den frei werdenden Gebäuden und Etagen? Auch darüber hätte man reden können. An diesem Abend gern auch länger als 90 Minuten. Gesprächsbedarf gibt es.

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