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Ein besonderer Ort am Wasser

Ina Lachmann und Henry Hedrich haben das erste Hotel am See bei Görlitz geschaffen.

Ina Lachmann und Henry Hedrich haben sich in Görlitz einen Traum erfüllt. Seit einem Jahr begeistert ihre „Insel der Sinne“ die Gäste.
Ina Lachmann und Henry Hedrich haben sich in Görlitz einen Traum erfüllt. Seit einem Jahr begeistert ihre „Insel der Sinne“ die Gäste. © Bild: (PR)

Als die Grenzen offen waren und die Schule vorbei, da wollten Ina Lachmann und Henry Hedrich nur eins: reisen. Das Radeberger Mädchen und der Junge aus Pulsnitz träumten von der Welt, von exotischen Ländern und fremden Kontinenten. Mit einem Interrail-Ticket ging das Paar auf große Tour und fing sich gleich einen Virus ein. Fernweh hieß der.

„Die letzten Schuljahre“, erinnert sich die elegante Hotelchefin bei einem Espresso mit Blick auf den bewegten Berzdorfer See „waren seltsam“. Wie viele andere hatten die beiden das Gefühl, nach dem Vakuum der Nachwendezeit erstmal zu sich selbst finden zu müssen. In München verdienten sie sich das Geld für den nächsten Trip zusammen. Für ein halbes Jahr wollten sie nach Afrika. Was sie dort, neben all der Exotik, an Armut und Elend sehen, gibt ihnen den Impuls für ihren weiteren Weg. Ina schreibt sich nach der Rückkehr in Leipzig für internationale Betriebswirtschaftslehre ein, „um die Welt zu verbessern“. Für Henry ist aus dem gleichen Grund klar, dass er Arzt wird. Ehrgeizig ziehen sie ihr Studium durch und haben schon damals eine ganz bestimmte Idee.

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„Wenn es sehr anstrengend war, hat uns immer die Nähe von Wasser zur Ruhe gebracht. Wir hatten einen gemeinsamen Traum: eines Tages einen ganz besonderen Ort am Wasser zu schaffen.“ Ina steigt nach dem Abschluss als Trainee bei Bosch ein, arbeitet sich hoch bis zur Projektmanagerin. Henry arbeitet als angestellter Internist in verschiedenen Kliniken.

In den nächsten Jahren sehen sie sich in mehreren Ländern geeignete Plätze an Seen, an Flüssen, am Meer an, sprechen mit den Menschen vor Ort über ihre Idee. Und kommen doch nicht richtig damit an. „Der wirtschaftliche Effekt wurde wahrgenommen. Aber wir sind mit dem kühlen Begriff Investor nie glücklich gewesen. Es war doch vielmehr ein Herzensprojekt.“

Dann wird die alte Heimat wieder Thema. Der Wunsch nach Kindern stärkt den Gedanken, sich in vertrautes Terrain zu begeben. Ina und Henry sehen sich Wassergrundstücke in ganz Deutschland an. Im Westen fühlen sie sich nicht gebraucht. Selbst Leipzig mit dem gut entwickelten Cospudener See bietet zu wenig Gestaltungsraum. Im Frühjahr 2008 stehen sie bei eisigen Temperaturen am Rand des riesigen Tagebaulochs vor den Toren von Görlitz. „Hier war noch nichts, hier war noch keine See-Seele, die andere geformt hätten. Wir haben gespürt, das ist der Platz, wo wir uns entfalten können.“

Auch die Nähe einer Stadt ist beiden wichtig, mit Schulen, Kultur. Und Menschen, die einen Hausarzt brauchen. Im Görlitzer Rathaus stoßen sie auf offene Ohren. „Sofort setzten wir uns an den Businessplan, errechneten die optimale Größe für ein Hotel, kalkulierten Kosten.“ 2011 zieht die junge Familie nach Görlitz. Henry Hedrich sucht gezielt nach einer Hausarztpraxis, in die er einsteigen kann. Bei Ina Lachmann kündigt sich das zweite Kind an. „Henry und unser Architekt Wolfgang Kück saßen damals Nacht für Nacht über den Plänen. Ich war mit den Kindern gut beschäftigt.“ Der Dank über das, was ihr Mann geleistet hat, ist ihr deutlich anzusehen.

Es folgen zahlreiche Sitzungen mit dem Planungsverband und der LMBV als Grundstückseigner. „Es gab keine Vorbilder an dieser Stelle. Wir haben mit 33 Ämtern verhandelt, für die war das auch Neuland. Das frisst Zeit.“ Ein Grundstück zu kaufen, das unter Bergbaurecht steht: Kaum eine Bank lässt sich darauf ein. Was, wenn das Gelände doch ins Rutschen kommt? Also bezahlen die beiden viele Kosten im Voraus, bevor sie Kredit bekommen.

Bis zum ersten Spatenstich vergehen fünf lange Planungs-, und Genehmigungsjahre mit Höhen, Tiefen, Rückschlägen. Doch der Bau gedeiht. Alle Beteiligten, die das Paar dafür beauftragt, kommen aus der Region.

Als Ina und Henry am 13. Juli 2018 ihr Hotel „Insel der Sinne“ mit vielen begeisterten Gästen eröffnen, sind alle Zweifel vergessen. 45 Mitarbeiter sorgen im Hotel für das Wohl der Gäste. Die Köche könnten, wenn sie Zeit hätten, die Segelboote vorbeiziehen sehen. Im Internet reiht sich eine gute Bewertung an die andere. Das schönste Kompliment kommt von einer älteren Dame, die zugibt, sich in der Bauzeit über den „hässlichen Betonklotz“ am See beschwert zu haben. Und dann sagt: „Ich bin so stolz und dankbar, dass ihr diesen Ort geschaffen habt.“

Aus dem „Betonklotz“ ist ein Gebäude geworden, das sich durch seine Holzverkleidung in die Natur einpasst und seinen Gästen einen weiten Blick über den See gewährt. Es ist ein Ort zum Loslassen und Ankommen geworden. So wie es sich Ina und Henry auf ihren Reisen erträumt haben. 

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