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Ein Debüt mit Folgen

Das Freudenberg-Racing-Team aus Bischofswerda startet erstmals in eine Motorrad-WM.

© T. Kretschel

Von Christian Kluge und Maik Schwert

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Für Carsten Freudenberg beginnt die Saison in diesem Jahr deutlich eher als üblich. Der Chef des gleichnamigen Racing-Teams aus Bischofswerda bestreitet in diesem Jahr mit seinem Rennstall erstmals eine Weltmeisterschaft. Drei Fahrer starten in der Supersport-300-Kategorie für seriennahe Motorräder, einer neuen Klasse für Einsteiger in die Superbike-WM. Damit sollen Talente ab 15 Jahre gefördert werden.

Für Freudenberg bedeutet das erst einmal mehr Arbeit, die er früher erledigen muss. „Sonst hatten wir bis Anfang April Zeit. Und auch die gesamte Organisation ist viel aufwendiger“, sagt Freudenberg. Bis Mitte März muss alles fertig sein: Anmeldung und Nennung der Piloten bei der Dorna in Italien und Spanien, die als kommerzieller Rechteinhaber sowohl MotoGP als auch Superbike-WM promotet, dazu Flüge und Unterkünfte buchen, Infrastruktur erweitern und teilweise erneuern, neues Design der Motorräder und neue Teambekleidung festlegen, größere Medienaufmerksamkeit, Pressearbeit ausbauen.

Das Budget steigt deutlich

Zudem muss Freudenberg „sehr viele Gespräche“ führen – mit dem Motorradbauer KTM und anderen Partnern. Ohne sie wäre das WM-Debüt nicht machbar. „Unsere Aufgabe ist es, deutsche Nachwuchstalente auf höchster sportlicher Ebene zu fördern und in der WM zu etablieren. Podiumsplätze sollten langfristig unser großes Ziel sein“, sagt Freudenberg. Zum Budget macht er keine genauen Angaben. „Als Anhaltspunkt: Es steigt um etwa 60 Prozent.“ Mit dem bisherigen Etat von rund 350 000  Euro bestritt sein Team zuletzt unter anderem die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft.

Die WM beginnt nun am 13. April. „Außer Trainingsfahrten in Spanien steht im Winter vor allem das Fitnesstraining für die Fahrer im Vordergrund, außerdem auch Training auf der Kartbahn.“ Zwei jeweils dreitägige Tests folgen im März, und obwohl die Saison nur bis Ende September dauert, schließt Freudenberg die Verträge mit den Fahrern immer auf ein Jahr ab und denkt eigentlich bereits über die WM-Premieren-Saison hinaus.