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Zittau

Ein einmaliger Sonderpreis für den Frieden

Die Ostritzer Initiative wird beim Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet, für ihre Antwort auf rechtsextreme Festivals in der Stadt.

Ein Bild vom Ostritzer Friedenfest im März 2019. Munteres Treiben herrscht auf dem Markt.
Ein Bild vom Ostritzer Friedenfest im März 2019. Munteres Treiben herrscht auf dem Markt. © Matthias Weber

Die Jury des Deutschen Engagementpreises hat sich entschlossen, mit einem zusätzlichen Sonderpreis dieses Jahr ein Zeichen zu setzen: So hat die"Ostritzer Friedensinitiative" am Mittwoch eine Auszeichnung in Berlin erhalten. Der Preis hebt ein Projekt hervor, das in besonderem Maße beispielhaft für freiwilliges Engagement und eine couragierte Zivilgesellschaft steht, heißt es in der Begründung.

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Seit 2018 engagieren sich Ostritzer ehrenamtlich mit Friedensfesten und einem Friedenslauf für ein demokratisches Miteinander in ihrer Region, als Antwort auf rechtsextreme Festivals und Kampfsportveranstaltungen in Ostritz. "Mit großem, kreativem Engagement ist es gelungen, lokal und überregional den öffentlichen, demokratischen Raum zu verteidigen – beispielhaft", teilt die Jury mit. Der Sonderpreis wird einmalig verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. 

Motivation zum Weitermachen

"Für uns ist das eine große Ehre und Wertschätzung unserer Arbeit, aber auch eine große Motivation auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen", sagt Michael Schlitt vom Internationalen Begegnungszentrum in Ostritz, das neben der Stadt und vielen Ostritzern die Friedensfeste organisiert. Es sei deshalb in erster Linie ein Preis für die Bürger, die sich mit allen Kräften gegen die Aktivitäten der Nazis gestemmt haben, so der Direktor. Er fuhr deshalb nicht zur Verleihung, sondern ließ den Mitgliedern des Organisationsteams den Vortritt. "Sie haben die Arbeit gemacht."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), die ebenfalls im März 2019 zum Friedensfest in Ostritz war, hielt die Laudatio. "Mit dem Engagementpreis ehren wir diejenigen, die einen Unterschied machen", erklärt sie. "Menschen, die sich für andere einsetzen, für unsere Demokratie, gegen Missstände, für zwischenmenschlichen Dialog und ein gutes gesellschaftliches Miteinander." Sie stünden stellvertretend für die rund 30 Millionen Menschen in Deutschland, die sich auf vielfältige Art und Weise für den Zusammenhalt im Land stark machen.

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