merken

Radeberg

Ein flauschiges Vergnügen

Beim Schaf-Woll-Lenz in Wachau dreht sich am Sonnabend alles um die Tiere und ihr Fell. Außerdem wird es sportlich.

Unter den Blicken und der Anfeuerung durch die Zuschauer rennen die Schafe Richtung Ziel. Dort erwartet sie ein Leckerli als Belohnung.
Unter den Blicken und der Anfeuerung durch die Zuschauer rennen die Schafe Richtung Ziel. Dort erwartet sie ein Leckerli als Belohnung. © Wunderland-Verein

Wachau. Wenn sich am Sonnabend die Tür des Pferdeanhängers öffnet, heißt es für Kanzi, Heidi, Wucki, Endor und Moppel laufen, was die Hufe hergeben. Zum zweiten Mal treten die fünf Schafe beim Schaf-Woll-Lenz in der historischen Museumsscheune „Kunaths Hof“ in Wachau bei einem Rennen gegeneinander an. Das sei im letzten Jahr so gut angekommen, dass es wiederholt werde, erklärt Daniel Hammer vom organisierenden Verein Wunderland. Die Schafe, die am Ende der 50 Meter langen Strecke als Belohnung Leckerli erwarten, hätten bei dem Rennen Spaß, versichert er. Den sollen auch die großen und kleinen Besucher haben. 

Die erwartet ab 14 Uhr alles rund ums Schaf. So kann hautnah miterlebt werden, wie die Tiere auf dem Hof geschoren und ihre Klauen gepflegt werden. Die abgeschorene Wolle wird dann direkt vor Ort gemeinsam mit den Gästen in der Museumsscheune weiterverarbeitet. Die Besucher können mit der wertvollen Schafwolle filzen sowie das Spinnen erproben und erlernen. Die Angebote sind dabei besonders kinderfreundlich gestaltet. So können die Kleinen miterleben, wie aus dem Fell der Tiere Textilien entstehen, erklärt Hammer.

Anzeige
Wie leben Familien in Sachsen?

Die große Umfrage zur Familienzufriedenheit geht in eine neue Runde. Jede Antwort zählt!

Den Tieren selbst können die Kinder dabei so nahe kommen, wie es anderswo kaum möglich ist. Mit den sieben zahmen Schafen und einer Rasselbande kleiner Lämmer kann auch gekuschelt werden. „Streicheln ist ausdrücklich erwünscht“, heißt es vom Verein. Weil die Tiere den engen Kontakt zu Menschen gewohnt sind, ist das kein Problem. „Das ist ein besonderer Moment für viele“, sagt Hammer, „und das ist unser Antrieb.“

Wer bei der ganzen Aufregung hungrig wird, kann am Sonnabend unter anderem frische Köstlichkeiten aus dem Lehmbackofen genießen. Der ist zur letztjährigen Dorfweihnacht erst eingeweiht worden und soll in Zukunft öfter genutzt werden, wie Hammer verrät.

So gestärkt können dann mit musikalischer Begleitung Frühlingslieder gesungen, eine Esel-Kutschfahrt gemacht oder eine Runde über den Trödelmarkt und den kleine Pflanzenbasar gedreht werden. Außerdem werden Töpferwaren aus der Vereinswerkstatt angeboten. Der Eintritt zum Wachauer Schaf-Woll-Lenz ist frei.

www.wunderland-wachau.de