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Bauen und Wohnen

Ein ganz neues Wohngefühl

Die eigenen vier Wände mit einfachen Mitteln umgestalten

© unsplash.com, RhondaK

Was hilft, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt? Ein Tapetenwechsel. Darunter versteht man ja generell, dass man die Wohnung verlässt und sich vielleicht mit anderen Menschen trifft, um einfach mal etwas Anderes zu sehen. Aber auch eine Art Tapetenwechsel im eigentlichen Sinne kann helfen, dass man sich in seiner eigenen vier Wänden wieder wohl fühlt.

Eine komplette Renovierung und Umgestaltung mit neuen Möbeln kann aber auch ins Geld gehen. Jedoch muss ein neues Wohngefühl nicht teuer sein, wenn man weiß, wie man es geschickt anstellt. Oft reicht schon ein Anstrich oder das Umstellen der Möbel.

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Neue Farbe an die Wand

Es ist wohl der einfachste und einer der schnellsten Wege, damit die alte Wohnung wieder wie neu wirkt: ein neuer Anstrich. Allerdings sollte man sich nicht für irgendeine Farbe entscheiden. Sie sollte in erster Linie zur Größe der Wohnung passen. Denn der Farbton hat einen großen Einfluss darauf, wie man den Raum wahrnimmt.

Grundsätzlich lassen hellere und gedämpfte Farben, Räume größer erscheinen. Dunklere und kräftigere Farben sorgen hingegen für eine Verkleinerung, aber auch ein wenig mehr Gemütlichkeit. Wenn man also über eine eher kleine Wohnung verfügt und sich mehr Platz wünscht, kann seine Wohnung mit einem Gelb oder einem pastellenen Hellblau deutlich luftiger machen. Streicht man zusätzlich die Decke, kann man Räume je nach Farbe höher oder niedriger wirken lassen. Für eine Vergrößerung sollte die Decke unbedingt heller als die Wand gestrichen sein. Kleine farbliche Akzente kann man erreichen, wenn man nur einzelne Wände oder Flächen in kräftigen Farben streicht. 

Alte Möbel in neuem Glanz

Man muss nicht immer unbedingt neue Möbel kaufen, um die Wohnung optisch aufzupeppen. Wenn man beispielsweise aktuell nicht das Geld dafür hat, kann man versuchen, die Einrichtungsgegenstände umzugestalten. Auf Möbeln mit einer glatten Oberfläche, wie beispielsweise bei Schränken, lassen sich problemlos Folien aufbringen. Solche Möbelfolien gibt es in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen. Sie sind leicht anzubringen und machen die Gegenstände zudem widerstandsfähiger, weil sie besonders kratzfest, langlebig und belastbar sind.

Die Farben lassen sich, analog zur Wandfarbe, ebenfalls so wählen, dass sie den Raum z.B. etwas größer und luftiger machen. Dunkle und hölzerne Möbel wirken schwer und nehmen viel Raum ein. Durch das Bekleben mit einer helleren Folie kann man dem entgegenwirken. Falls man sich dann irgendwann einmal sattgesehen haben sollte, kann man die Folie ganz leicht wieder entfernen.

Will man die Möbel permanent verändern, dann kann man ihnen ebenfalls einen neuen Anstrich verpassen. Allerdings gehört hier ein wenig handwerkliches Geschick dazu. Gleiches gilt für Polstermöbel. Hier hat man die Möglichkeit sie mit einem anderen Stoff neu zu beziehen. 

Ausmisten

Wenn man doch keine Lust hat sich mit seinen alten Möbeln zufrieden zu geben, sollte man vorher unbedingt ausmisten. Nicht nur bei den Möbeln, sondern auch in anderen Bereichen empfiehlt es sich zu überprüfen, ob nicht das ein oder andere Teil wegkann. Vor allem Gegenstände, die man schon sehr lange nicht mehr genutzt hat, nehmen meist nur unnötig Platz in der Wohnung weg. Die ausgemisteten Sachen, kann man entweder wegwerfen, wenn sie beschädigt und unbrauchbar sind, oder aber sie werden verkauft oder gespendet. 

Neue Möbel: Auf dem Flohmarkt umschauen

Ist neuer Platz für Möbel geschaffen, muss man dennoch nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Ein guter Ort, um hier ein paar Schnäppchen zu finden, ist auf dem Flohmarkt. Hier findet man neuere oder antike Möbel und Dekoartikel für sehr kleines Geld. Oft kann man mit den Anbietern noch günstigere Preise aushandeln.

Eine weitere gute Adresse ist die Möbelbörse. Dabei handelt es sich um Hallen, die von gemeinnützigen Organisationen, wie etwa der Arbeiterwohlfahrt, betrieben werden. Die Möbel stammen unter anderem aus Haushaltsauflösungen oder auch aus Spenden. Hier kann man sich wirklich günstig mit einem kompletten Mobiliar für die Wohnung ausstatten.

Weitere Möglichkeiten, um gute gebrauchte Möbel zu bekommen, sind die diversen Seiten für Kleinanzeigen im Internet. 

DIY und Upcycling

Alte Gegenstände werden zu Möbeln zweckentfremdet - das ist die Grundidee beim sogenannten Upcycling. Dabei nimmt man Alltagsgegenstände, die in ihrer alten Funktion bereits ausgedient haben, und gibt ihnen einen neuen Zweck. Alte Gummistiefel, aus denen man rausgewachsen ist oder die einfach nicht mehr 100-prozentig dicht sind, werden kurzerhand zu Blumentöpfen umfunktioniert. Ein alter Koffer wird mit ein paar Handgriffen und etwas handwerklichem Geschick zu einem einzigartigen Sessel.

Hier spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine große Rolle. Es soll so wenig wie nötig weggeworfen und so viel wie möglich wiederverwendet werden. Mit Upcycling entsteht weniger Müll, dadurch muss weniger produziert werden, was wiederum die Ressourcen schont. Es ist wirklich ein Trend, der eine große Zukunft hat. 

Mehr Grün in die Wohnung

Für etwas Abwechslung und eine frischere Luft in den eigenen vier Wänden sorgen Zimmerpflanzen. Mit ein wenig mehr Grün in der Wohnung lassen sich die einzelnen Räume wirklich deutlich aufwerten. Die Wohnung wird wohnlicher und gemütlicher. Gleichzeitig kann man mit entsprechenden Blumen zusätzliche Farbakzente setzen. Selbst wer keinen grünen Daumen hat, für den sind Kakteen und Sukkulenten die richtige Wahl. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um sehr robuste Pflanzen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Silke Bremer.

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