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Familie

Ein Garten für Groß und Klein

Leckere Beeren, Äpfel und Tomaten im Vorübergehen ernten und genießen: Ein eigener „Naschgarten“ ist im Sommer unbezahlbar. (Familienzeit-Magazin)

Auch die ganz kleinen Familienmitglieder können schon Spaß im Garten haben.
Auch die ganz kleinen Familienmitglieder können schon Spaß im Garten haben. © Adobe Stock / Ekaterina Pokrovsky (Symbolfoto)

Dafür ist auch auf dem kleinsten Balkon ein Eckchen frei. So kann zum Beispiel ein Mini-Apfelbäumchen oder Beeren-Hochstämmchen im Kübel mit Erdbeeren unterpflanzt werden. Die leckeren, bei Groß und Klein beliebten Früchtchen sind auch für Hängeampeln oder als kletternde Sorten im Handel erhältlich. 

Naschtomaten und -paprika gedeihen auch in einem Balkonkasten. Im Garten bildet Säulenobst in Reihe gepflanzt eine kleine, lockere Hecke. 

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Bei Brombeeren, Stachelbeeren und Himbeeren gibt es mittlerweile stachelarme oder stachellose Sorten – für Naschen und Ernten ohne Pikser und Kratzer. Geeignete Pflanzen und Saatmischungen für einen Naschgarten oder -kasten gibt es in Baumärkten, Gärtnereien und Gartencentern. „Möhren und Kohlrabi zum Beispiel können von März bis Mai direkt gesät werden“, weiß Mike Helbig, Leiter des toom-Baumarkts in Radeberg.

„Die Kinder können dann das Wachstum der kleinen Pflanzen von der Keimung bis zur Frucht beobachten. Zum Lohn für die viele Arbeit, wie Unkraut Jäten und Gießen und natürlich das stetige Beobachten, gibt es etwas zu naschen und zu ernten.“ Auch Kartoffeln kann man auf kleinstem Raum anbauen: Sie brauchen nicht unbedingt ein großes Beet, sondern wachsen ebenso in Töpfen und Pflanzsäcken.

Vögel, Bienen und Co.: Tierisch nützlich

Doch allein mit Pflanzen gedeiht kein Garten richtig: Heimische Bewohner von der Amsel bis zum Regenwurm sind wichtig für das biologische Gleichgewicht, ohne Bienen gäbe es kein Obst und kaum Gemüse. Deshalb ist die richtige Auswahl der Pflanzen entscheidend. 

Vögel nisten gern in naturnahen und heimischen Gehölzen wie zum Beispiel Holunder oder Eberesche. Damit die Piepmätze ihren Durst stillen und baden können, sollten Vogeltränken im Garten bereitstehen. Bienen und Hummeln fliegen lieber auf einfache statt gefüllte Blüten. Bei den gefüllten Blüten sind nämlich die Staubgefäße, die den Pollen produzieren, zu Blütenblättern umgewandelt und bieten damit den fliegenden Besuchern keine Nahrung. Mittlerweile werden viele geeignete Sorten mit dem Merkmal „bienenfreundlich“gekennzeichnet. Schmetterlinge lieben die duftenden Rispen des Sommerflieders – ihre Raupen aber brauchen zuvor einen Platz zum Verpuppen, und dafür lässt man besten in einer Gartenecke ein paar Brennnesseln ungestört wachsen. In so einem naturnahen Garten werden auch Nützlinge wie Marienkäfer angelockt, die wiederum Schädlinge wie etwa Blattläuse in Schach halten. „Mit einem passenden Insektenhotel fühlen sich die Nützlinge heimisch im Garten“, empfiehlt Mike Helbig. Baumaterial für ein individuelles Exemplar oder fix und fertige Modelle in verschiedenen Größen gibt es im Baumarkt zu kaufen. Ebenso sind„Hotels“ für weitere wichtige heimische Tiere erhältlich, wie zum Beispiel Quartiere für Wildbienen, Igel und Fledermäuse.

Dieser Beitrag erschien in der "Familienzeit" 01/2020. Hier kann in der aktuellen Ausgabe geschmökert werden.

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