Infomercial

Ein Genuss für Augen und Seele

Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung, aber vor allem die Farbe der Natur. Ein Ausflug ins Grüne tut nicht nur den Augen, sondern auch der Seele gut.

Die Wesenitz schlängelt sich durch die malerische Landschaft.
Die Wesenitz schlängelt sich durch die malerische Landschaft. © Foto: Jörg Ludewig

Dafür bietet sich beispielsweise eine Wanderung von Großharthau nach Stolpen an. Sie führt den Wanderer durch schattige Wälder bis zur Burgstadt Stolpen. 

FLORIAN -Die Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz

Vom 10. bis 12. Oktober 2019 werden auf der FLORIAN die Technologien der Zukunft für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gezeigt.

Von Großharthau nach Bühlau

Vom Bahnhof Großharthau geht es auf der Strecke mit dem grünem Strich Richtung Wesenitz, über die B6 hinweg und am Wald vorbei. Der Weg führt über Felder und erreicht eine Baumgruppe, vor der der markierte Wanderweg nach links abbiegt. Am Ortseingang von Bühlau steht das frühere Sägewerk, das aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Von Bühlau über die Wesenitzbrücke nach Schmiedefeld

Bühlau erstreckt sich etwa zwei Kilometer am Bühlbach entlang und reicht bis ins Wesenitztal. Die Tour führt in in Bühlau rechts über die Wesenitzbrücke und danach links an der Kreisstraße entlang. Die Strecke folgt der Wesenitz nach Schmiedefeld. Rechts steigt das mit Mischwald bestandene Gelände steil an. Auf dem Weg liegt auch die Arnoldsmühle, eine ehemalige Papierfabrik und heute Wohnhaus.

Am Ortseingang von Schmiedefeld geht es an der Fabrik für Rohrleitungssysteme von der Straße ab und links in den Wesenitzweg hinein.

Von Schmiedefeld zur Buschmühle

Die frühere Scheibenmühle, heute Hundeerlebnispark, umgeht die Strecke auf einem Pfad. Nun wird der Wanderer von einem schönen Laubwald begleitet, das sogenannte Burgholz, und die Wesenitz schneidet sich tief in die Landschaft ein. Die Tour erreicht die ehemalige Buschmühle. Sie ist die älteste Mühle entlang der Wesenitz, wurde um 1670 erbaut und als Mahl- und Brettmühle betrieben. Im Hof stehen noch zwei Bäume, die der Müller 1824 aus dem Orient mitgebracht hatte.

Von der Buschmühle nach Stolpen

In etwa 30 Minuten erreicht die Tour dann die Ruine der Stadtmühle. Rechts neben der Hofeinfahrt liegt noch ein riesiger runder Trog, in dem früher die Walkarbeiten bei der Tuchproduktion durchgeführt wurden. Links des Weges kommt Stolpen in Sicht. Mit gelbem Strich nähert sich die Strecke nun Burg und Stadt Stolpen und eignet sich hervorragend für einen Bummel durch den Ort.

Bummel durch die Burgstadt Stolpen

Der Ort Stolpen schmiegt sich rund um die Burg. Mit der Besiedlung des nördlichen Burgberges beginnt Anfang des 15. Jahrhunderts die Historie der Stadt. Am steilen Markt stehen einige denkmalgeschützte Gebäude: das Rathaus von 1549, die Löwenapotheke von 1710 und das Amtshaus von 1673, in dem sich heute das Stadtmuseum befindet. Auch das Vorwerk mit einem Käsemarkt lohnt einen Besuch.

Auf dem Markt befindet sich auch eine Kopie der Postmeilensäule, die August der Starke 1732 in Auftrag gab. In der Lorenzkirche befindet sich ein spätgotisches Kreuzigungsgemälde von 1664. Die hölzerne Kanzel und das Taufbecken stammen aus dem Jahr 1727.

Die historische Burg Stolpen

Weithin sichtbar liegt die Burg Stolpen auf einem Basaltmassiv mit markanten Nephelinbasaltsäulen. Die Burg, bereits 1122 erwähnt, wird 1218 von den Bischöfen von Meißen gekauft. Sie diente ihnen seit Mitte des 14. Jahrhunderts als Residenz. 1559 ging die Burg in den Besitz des Kurfürsten August von Sachsen über. Er ließ die 220 Meter lange Anlage 1675 zu einer Festung ausbauen. Vier Gebäudekomplexe, verbunden durch Höfe, bilden die Burganlage. 1756 wurden Teile der Burg zerstört, 1813 abermals. Nur der Seigerturm, der Siebenspitzturm, und der Johannisturm blieben erhalten, außerdem einige Mauern und Tore.

Gräfin Anna Constantia von Cosel verleiht dem Ort seine besondere Bedeutung. Sie war Mätresse August des Starken und hatte mit ihm drei Kinder. 1716 fiel sie in Ungnade und wurde hierher verbannt, wo sie letztendlich auch starb. 

Tipp für die An- und Abreise

Anfahrt mit der Regionalbahn Richtung Bautzen nach Großharthau. Heimfahrt von Stolpen-Schützenhausstraße mit dem Bus 261 nach Dresden.

Weitere Informationen

© Foto: M. Tusche/GeoSN

Die GPS-Daten der Tour gibt es hier zum Download.