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Ein Haus für Kinder und Senioren

Für die 2002 geschlossene Mittelschule in Burkau gibt es Ideen für eine neue Nutzung. Doch noch stehen Fragezeichen hinter den Plänen.

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In die frühere Burkauer Mittelschule soll wieder Leben einziehen. Die Gemeindeverwaltung stellte jetzt ihre Pläne für das Haus vor.
In die frühere Burkauer Mittelschule soll wieder Leben einziehen. Die Gemeindeverwaltung stellte jetzt ihre Pläne für das Haus vor. © Steffen Unger

Burkau. Für die seit 16 Jahren leerstehende ehemalige Mittelschule in Burkau zeichnet sich eine neue Nutzung ab. Die Pläne wurden jetzt im Gemeinderat öffentlich vorgestellt. Demnach wird eine doppelte Nutzung vorgeschlagen. Im Erdgeschoss sollen der Schulhort und der Schulspeiseraum für die benachbarte Grundschule untergebracht werden. Die beiden oberen Etagen sollen fürs altengerechte Wohnen umgebaut werden. Nach derzeitigem Stand könnten 16 kleine Wohnungen für Senioren entstehen. Betrieben werden soll die Wohnanlage durch den Bautzener Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Ein vergleichbares Projekt in Trägerschaft des Sozialverbandes gibt es bereits in Bischofswerda. In einem umgebauten früheren Möbelhaus am Neumarkt wurden ebenfalls 16 Wohnungen für Senioren errichtet.

Für beide Nutzungen gibt es Bedarf. Die Horte der Kindertagesstätten in Burkau und Uhyst – auch diese Einrichtungen werden von der Awo betrieben – stoßen räumlich an Grenzen. Ein Hort in der ehemaligen Mittelschule würde nicht nur mehr Platz, sondern auch die Möglichkeit bieten, alle Burkauer Grundschüler, deren Eltern es wünschen, gemeinsam in einem Hort zu betreuen. Durch die Nachbarschaft von Schule und Hort ergeben sich Vorteile, etwa bei der Nutzung von Ganztagsangeboten und des Spielplatzes.

Angebot für neue Kontakte

Auch altengerechte Wohnungen in Burkau werden gebraucht – als Angebot für ältere Menschen, die Haus und Garten nicht mehr oder nur noch mit großer Mühe bewirtschaften können, trotzdem aber in ihrem gewohnten Umfeld auf dem Lande bleiben möchten. Außerdem wären in so einem Haus auch vielfältige Kontakte zwischen den Generationen möglich.

Nach den jüngsten Planungen will die Gemeinde Burkau das Gebäude umbauen. Sie ist auch Eigentümerin der Immobilie. Doch noch handelt es sich um die ersten Pläne, betont man in der Gemeindeverwaltung. Ob, wie und wann sie realisiert werden können, soll im kommenden Jahr ermittelt werden. Dazu gehören eine Kostenberechnung sowie das Prüfen nach geeigneten Fördertöpfen. Ohne Förderung werde das Projekt nicht machbar sein, heißt es.

Auch bei der Arbeiterwohlfahrt hat man Interesse. Schon, weil sich in den Schulhorten etwas verbessern muss. Die Entscheidung obliegt letztendlich aber dem Vorstand, sagte Kreisgeschäftsführerin Marina Schneider auf SZ-Anfrage. Ende Januar wird er darüber beraten. (SZ/ir)