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Ein hitziges Derby

Der SV Niederau und der HSV Weinböhla trennen sich 20:20. Gegen Ende des Spiels kam noch so richtig Farbe ins Spiel.

Von Eric Rosenkranz

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Niederau/Weinböhla. Einmal mehr stand am Sonnabend in der Priestewitzer Sporthalle ein Klassiker in der Handball-Verbandsliga der Herren an – das Derby des HSV Weinböhla beim direkten Ortsnachbarn SV Niederau. In der Rückrunde sollte für den HSV Weinböhla ein Sieg her, einerseits weil man sich in der Hinrunde schon mit einem Unentschieden getrennte hatte, und zum anderen, weil die Weinböhlaer Herren ihr Heimspiel letztes Wochenende nur knapp verloren. Doch die Hitzigkeit gegen Ende der Partie sowie fünf Ausfälle von Stammspielern durchkreuzten diesen Plan der Gäste. Am Ende hieß das Ergebnis 20:20

Spielerisch ausgewogen verlief die erste Halbzeit. Weder der HSV Weinböhla noch der SV Niederau konnten als Favorit ausgemacht werden. Doch hier zeigten sich schon erste Schwächen auf wie einfach technische Fehler, die die Niederauer meist konsequent ausnutzten. „Unsere Abwehr stand solide, nur im Angriff haben wir zu wenig Durchschlagskraft gehabt und uns ein paar Mal unnötigerweise Bälle wegfangen lassen, die mit einem schnellen Konter über die Außenbahn meist in unserem Tor landeten. Da half auch kein Tomas Suchy, der heute einmal mehr bestens aufgelegt war, im Tor.“, so Co-Trainer Nils Gäbler erklärend. Dennoch schafften es die Weinböhlaer Herren, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause zu gehen (10:12).

In der Kabine sprach das HSV-Trainergespann Kovar/Gäbler die diversen begangenen Fehler an und mahnte aus Erfahrung ausdrücklich zur Vorsicht, dass die Partie noch hitzig und hektisch werden könnte. Gleich nach dem Wiederanpfiff gelang es dem SV Niederau auszugleichen. Im Anschluss hatte der HSV Weinböhla gleich drei 100-prozentige Chancen, die nicht verwandelt werden konnten. Im weiteren Spielverlauf erarbeiteten sich die Weinböhlaer Herren jedoch wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung. Das Spiel nahm nun allmählich an Härte zu und „entwickelte“ sich zur ersten Roten Karte, die der Niederauer Lars Dörfel in der 52. Minute bekam. Eine mehr als unfaire Spielsituation ereignete sich in der 53. Spielminute, als der SV Niederau im Angriff war, von dessen Trainer die Auszeit genommen wurde, entsprechend der Signalton kam und die Niederauer Spieler einfach ihren Angriff weiterhin ausführten und auf das Weinböhlaer Tor mit dem aufgrund des Signaltons unvorbereiteten Tomas Suchy schossen. Der Ball verfehlte nur knapp Suchys Gesicht. Daraufhin sprach Suchy den „Torschützen“ an, was die Unparteiischen als Attackieren werteten und den Torhüter vom Parkett stellten. „Das wird die Mannschaft zusätzlich unter Druck gebrachten haben. Es sind dann in der Hektik die einfachsten Fehler im Angriffsspiel passiert. Zudem wurden unter dem psychischen Druck die Angriffe zu schnell abgeschlossen, was für uns zu keinem Torerfolg führte. Wir haben mehrfache Chancen gehabt, den Sack zu zumachen.“, erklärt HSV-Co-Trainer Gäbler die hitzigen letzten Minuten der Partie. Schlussendlich treten sich der SV Niederau und der HSV Weinböhla mit einem 20:20-Remis.