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Ein Käffchen für die Kreuzkirche

Im Gotteshaus am Altmarkt sollen die beiden letzten Treppenhäuser saniert werden. Dabei hilft auch Tom Pauls.

© Christian Juppe

Wenn er schon nicht mit Perücke und Kittelschürze vorbeikommt, dann wenigstens mit einem „säggschen“ Gedicht. Passend zur Einladung des Fördervereins Kreuzkirche drehen sich die mundartlichen Verse natürlich um des Sachsen liebstes Gesöff: den Kaffee und seine belebende Wirkung.

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Nicht als Ilse Bähnert, sondern als Tom Pauls ist der Kabarettist an diesem Sonntag zu Gast in jener Kirche direkt am Altmarkt, die in der kalten Februarnacht 1945 bei einem der Bombenangriffe ausgebrannt war. Vieles ist restauriert – nun soll ein Teil der Kreuzkirche saniert werden, der den Besuchern wohl eher unbekannt ist. Das Treppenhaus D wird nämlich nur in der Weihnachtszeit geöffnet und für die Gäste als Ausgang genutzt. Außerdem erklimmen die Kruzianer die Stufen, wenn ein Chor von Engeln oder Hirten aus der Ferne zu hören ist. Dafür wird ein Fenster zum Kirchenraum in der zweiten Etage geöffnet.

Weil die Sanierung der drei Treppenhäuser F, B und – nun zuletzt – D mit insgesamt 1,5 Millionen Euro zu Buche schlägt, vergibt der Förderverein Stufenpatenschaften. Auch Tom Pauls hat eine der Stufen erworben und die Sanierung mit einer Spende unterstützt. „Ich bin der Kirche seit vielen Jahren verbunden, habe hier lange Zeit ein Nikolausprogramm gemacht.“ Neben Pauls hat auch die Dresdner Feuerwehr eine Patenschaft übernommen. Für die Treppe mit der Nummer 112, erzählt Pfarrer Holger Milkau. Mit Aktionen wie an diesem Sonntag will der Verein weitere Spender finden. Zu kaufen gab es übrigens auch Kaffeetassen mit dem Aufdruck des Gotteshauses. Im kommenden Jahr soll die Sanierung des Treppenhauses D starten. Das Feuer der Bombennacht hat hier offensichtlich nicht so stark gewütet. Deshalb sind viele Jugendstilelemente erhalten. Erste Untersuchungen und Farbproben haben ergeben, dass die Wände früher in einem Rosaton gestrichen waren. Er soll in diesen Teil der Kirche zurückkehren. (SZ/noa)