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Ein Klassentreffen auf Zweitliga-Niveau

Ein Novum: Der Neujahrscup des HC Elbflorenz vereint am Sonntag alle ostdeutschen Handball-Zweitligisten.

© Matthias Rietschel

Von Alexander Hiller

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Eislöwen treffen auf Heilbronn&Ravensburg

Am kommenden DEL2-Punktspielwochenende sind die Dresdner Eislöwen auswärts bei den Heilbronner Falken gefragt.

Die EM ist für die deutsche Handball-Nationalmannschaft zwar gelaufen, doch Superlative gibt es auch außerhalb von Kroatien. Etwa am Sonntag beim traditionellen Neujahrscup des HC Elbflorenz. „Das wird der bestbesetzte Neujahrscup, den wir jemals ausgerichtet haben“, versichert HC-Trainer Christian Pöhler.

Der Zweitliga-Neuling hat sich für das Viererturnier die gesamte ostdeutsche Ligakonkurrenz eingeladen: den Dessau-Rosslauer HV (8.), den EHV Aue (16.) und den ThSV Eisenach (18.). „Für uns ist das der letzte offizielle Härtetest vor dem Ende der Winterpause. Deshalb wollen wir uns bestmöglichst verkaufen“, sagt der 37-jährige Coach, der mit seinem Team am 10. Februar beim Wilhelmshavener HV (13.) wieder in den Punktspielbetrieb einsteigt.

Nach dem gelungenen Testvergleich gegen den schwedischen Erstligisten Lugi Lund (34:26) und einem Freundschaftsspiel am Dienstag beim sächsischen Verbandsligisten SG Zabeltitz/Großenhain (45:18) ist das für den HC Elbflorenz die dritte Testmöglichkeit – und augenscheinlich die wichtigste. Auch, weil es für den Tabellen-14. gegen die direkte Konkurrenz aus dem Tabellenkeller der zweithöchsten deutschen Spielklasse geht. Dabei geht es Pöhler und seinem Team nicht etwa darum, nicht alle neuen Taktiken und neue Spielzüge zu verbergen, sondern eventuell bereits ein sportliches Ausrufezeichen zu setzen. „Heutzutage hat niemand mehr Geheimnisse voreinander. Natürlich kennen sich alle Teams recht gut, das ist fast wie eine Art Klassentreffen. Für uns ist das sportlich sehr reizvoll“, sagt Pöhler.

Gespielt wird ab 13 Uhr bis 19 Uhr im Modus: Jeder gegen Jeden. Die Spielzeit ist dabei auf 2x20 Minuten eingekürzt. Die Dresdner gehen als Titelverteidiger an den Start. „Wir spielen nicht voll auf Erfolg, aber natürlich wollen wir so gut abschneiden wie möglich“, versichert der HC-Trainer. Soll heißen: Maximaler Ertrag und Erkenntnisgewinn bei geringstmöglichem Risiko. Falls das im Handball überhaupt möglich ist.

EM-Held Becvar bekommt frei

Die Gastgeber des Mini-Zweitligaturniers werden wohl bis auf die immer noch verletzten Norman Flödl und Nils Gugisch alle anderen Akteure aufbieten, auch wenn sich Arseniy Buschmann und Tim-Philip Jurgeleit in der Woche mit einer Erkältung plagten. Der tschechische Nationalspieler Roman Becvar bekommt nach der erfolgreichen EM noch ein paar Tage frei, auch wenn für den Spielmacher der Jahreshöhepunkt mit dem Spiel um Platz fünf am Freitag gegen Kroatien beendet ist. „Er soll das richtig genießen und dann ein paar Tage ausspannen, er ist schließlich seit knapp zwei Wochen hochbelastet“, sagt Christian Pöhler.

Der will nicht ausschließen, dass sich das ohnehin hochkarätige Starterfeld künftig sogar noch aufpeppen ließe. „Mit dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg noch die beiden Erstligisten, da hätte dann der Zuschauer alle ostdeutschen Topvereine auf einem Fleck. Aber das ist vielleicht einmal Zukunftsmusik“, erklärt der HC-Trainer.