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Ein Konzept für die Stadt

Andreas Weller über Wohnungsmangel und die Politik damit

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© André Wirsig

Der Wahlkampf treibt schon merkwürdige Blüten. Jahrelang hat sich in Sachen Wohnungsbau so gut wie nichts getan, politisch lag das Thema aufseiten der Entscheider brach. Frei nach dem Motto der Liberalen – „das regelt der Markt“ – hat auch die CDU zugeschaut.

Als dann in Dresden die Mieten immer höher stiegen und vor allem die Linke vor der Entwicklung zur Wohnungsnot in Dresden warnte, belächelten die Konservativen das Thema weiterhin. Bei der Stadtratswahl im vergangenen Jahr kam dann die Quittung: Für die Dresdner ist Wohnen eines der entscheidenden Probleme, zeigte sich und die Mehrheit im Rat wechselte zu Rot-Grün-Rot.

Auch da versuchte die CDU, das Thema noch eine Weile kleinzureden. Nun aber, natürlich rein zufällig mit dem Start in den Oberbürgermeisterwahlkampf, erkennt und bedient sie das Problem. Die CDU versucht die Linke links zu überholen, könnte man sagen.

Vielleicht waren die Forderungen aus der damals noch Minderheit doch nicht so verkehrt, scheint die Erkenntnis der CDU zu sein. Wahrscheinlich wäre es unrealistisch zu erwarten, dass alle – von Linke bis CDU – gemeinsam an einem Wohnkonzept arbeiten. Aber gut wäre es, weil es eines der wichtigsten Themen für Dresdens Zukunft ist.