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Ein Masterplan für Tiefenau

Der Niederländer Henry de Jong will schon bald den Bauantrag für sein Ferienresort stellen. Doch es gibt noch Hürden.

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© Sebastian Schultz

Von Eric Weser

Wülknitz. Projektentwickler Henry de Jong will vorankommen mit seinem Tiefenauer Ferienresort. Noch in diesem Jahr soll auf der etwa 110 Hektar großen Fläche zwischen Heidehäuser, Tiefenau und Lichtensee Planungsrecht geschaffen werden. In etwas mehr als einem Jahr soll der Bau des Multimillionen-Vorhabens beginnen.

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So jedenfalls sieht es der Zeitplan vor, den de Jongs Landschaftsarchitekt Klaus-Dieter Aichele am Montagabend in Lichtensee vorgestellt hat. Aicheles Büro mit Sitzen in Mainz und Frankfurt/Main gehört zum Planer-Team, das für Henry de Jong an dem Großprojekt arbeitet. Vor den Architekten und Ingenieuren liegt noch einiges an Arbeit. Zwar gibt es einen neuen „Masterplan 2017“, der die Anordnung der bestehenden und neuen Gebäude, der Straßen und Wege, Gewässer und Gewächse auf dem geplanten Feriengelände zeigt.

Die genaue Größe und Anordnung mehrerer Projektbestandteile lässt das Dokument im Moment aber noch offen. Wo der Spielplatz hinkommt, muss zum Beispiel noch abgestimmt werden. Offen ist auch die Gebäudegröße für den geplanten Wellness-Bereich, von dem aus die Gäste künftig per Panoramasauna in die Landschaft der Röderaue blicken könnten. Fest steht nur, dass das zugehörige Gebäude kleiner wird als die im letzten Masterplan von 2013 angedachten 2 500 Quadratmeter, erklärte Architekt Aichele.

Neben dem Wellness-Bereich ist in dem neuen Rahmenplan vieles enthalten, was auch schon aus früheren Entwürfen bekannt war. Der große Golfplatz mit zugehörigem Clubhaus, das sanierte Rittergut mit wiederaufgebautem Schloss als großes Hotelareal, eine Anlage mit vielen Ferienhäusern, Parkplätze.

Was sich zum letzten Entwurf aus dem Jahr 2013 verändert hat, ist vor allem die Dimension der Gesamtanlage. Vom einstigen gigantischen CenterParc-Projekt ist man weg – hin zu einer kleineren exklusiven Anlage. Nicht nur einige Gebäude werden kleiner ausfallen, auch die Zahl der Ferienhäuser ist von einst 350 auf nun 50 reduziert, wie auch die Zahl der Parkplätze.

Entscheidender Termin

Wie es mit dem Projekt weitergeht und ob sich die im Zeitplan festgeschriebenen Ziele realisieren lassen, muss sich noch zeigen. Ein entscheidendes Datum für den weiteren Projektverlauf werde der 7. Februar, so Architekt Aichele.

An dem Dienstag in knapp zwei Wochen gebe es einen Termin mit Verantwortlichen aus dem Meißner Landratsamt. Mit dem muss Henry de Jong klären, ob er das unterbrochene Verfahren zum Baurecht wieder aufnehmen kann – oder ob er es von vorn beginnen muss. Ein Knackpunkt werde auch die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Deren Kritik am alten, groß dimensionierten Center-Parc-Projekt hatte unter anderem zu einer drastischen Verringerung der geplanten Ferienhäuser auf dem Gelände geführt.

Von der Reaktion der Behörden hänge nun einiges ab, so Architekt Klaus-Dieter Aichele. Es könne zum Beispiel sein, dass von Henry de Jong neue Gutachten verlangt würden. Denn Untersuchungen, auf denen die jetzige Planung fußt – beispielsweise zum Zustand der noch bestehenden Rittergutsgebäude –, seien mehrere Jahre alt. Das Aktualisieren der Daten werde die Umsetzung des Vorhabens dann aber verzögern.

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Neue Hindernisse für das Dauerbrenner-Projekt sähe mancher nicht so gern. „Ich hoffe und wünsche, dass die Behörden dieser Variante zustimmen, damit wir langsam zum Bauen kommen“, unterstrich Gemeinderat und Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Wermann (CDU) am Montag.