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Dippoldiswalde

Ein neuer Treffpunkt für Beerwalde

Die Gemeinde Klingenberg wollte eigentlich nur den Spielplatz im Ortsteil erneuern, jetzt wird etwas viel Größeres daraus.

Der Spielplatz neben der ehemaligen Schule in Beerwalde ist schon seit Jahren gesperrt. Die Gemeinde möchte nun etwas größer bauen. Der Ortschaftsrat um Anke Hertl unterstützt die Idee.
Der Spielplatz neben der ehemaligen Schule in Beerwalde ist schon seit Jahren gesperrt. Die Gemeinde möchte nun etwas größer bauen. Der Ortschaftsrat um Anke Hertl unterstützt die Idee. © Karl-Ludwig Oberthür

Mit einem Bauzaun ist der Durchgang zwischen Zaun und Hecke abgesperrt. Zwei Klettergeräte stehen noch auf der Wiese, die an den Spielplatz neben der ehemaligen Schule erinnern. Seit die Unfallkasse den Spielplatz 2017 gesperrt hatte, weil die Geräte nicht mehr sicher waren, gibt es in Beerwalde keinen öffentlichen Spielplatz mehr. Das soll sich ändern.

„Wir haben viele Familien mit kleinen Kindern im Dorf, denen ein Spielplatz fehlt“, erklärt Ortsvorsteherin Anke Hertl. Denn schließlich begegnen sich auf dem Spielplatz ja nicht nur die Kinder. „So ein Spielplatz ist ja auch immer Treffpunkt für die Eltern, die mit ihren Kindern kommen.“ Lange hat sich der Beerwalder Ortschaftsrat für einen neuen Spielplatz eingesetzt, gemeinsam mit der Gemeinde Klingenberg wurde nun eine Lösung gefunden.

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Gebaut werden soll ein neuer Dorf- und Spielplatz, und zwar neben der Turnhalle, circa 50 Meter Luftlinie vom alten Standort entfernt. „Wir wollten einen Standort, der weg von der Straße ist“ erklärt Anke Hertl.

Gemeinsam mit der Klingenberger Gemeindeverwaltung habe sich der Ortschaftsrat auf die Suche nach einer geeigneten Stelle gemacht. Mit der Rasenfläche neben der Mehrzweckhalle ist nun ein idealer Platz zum Aufstellen der Spielgeräte gefunden, wie Anke Hertl findet. Denn die Halle ist ein zentraler Ort in Beerwalde und wird nicht nur zum Sporttreiben, sondern auch für diverse Veranstaltungen genutzt. Kinder können künftig auf dem neuen Spielplatz in Ruhe toben, in Sichtweite der Erwachsenen. Im Zuge des Spielplatzneubaus soll auch der Turnhallenvorplatz erneuert werden – gewissermaßen als Festplatz, erklärt Anke Hertl.

Spieleburg und Sitzbänke

Geplant ist, den Platz einzuebnen und so für ältere Menschen besser zugänglich zu machen. Auch für den Spielplatz gibt es schon konkrete Vorstellungen. „Wir wollten gerne ein kombiniertes Spielgerät zum Klettern, Schaukeln und Rutschen“, sagt die Ortsvorsteherin, das ist nun als Spieleburg vorgesehen. Außerdem geplant sind ein Sandkasten und eine Wippe. Wichtig sei dem Ortschaftsrat auch gewesen, dass Bänke als Sitzgelegenheit aufgestellt werden.

Unterm Strich fällt die Maßnahme damit deutlich größer aus, als zunächst vorgesehen war – ursprünglich waren einmal drei neue Spielgeräte plus Fallschutz angedacht. In Abstimmung mit dem Ortschaftsrat Beerwalde sind die Planungen erweitert worden, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK) auf der jüngsten Klingenberger Gemeinderatssitzung. In Anlehnung an die neugestaltete Ortsmitte in Friedersdorf – dort hatte die Gemeinde vergangenes Jahr einen Spiel- und Festplatz gebaut – wurden die Planungen für Beerwalde noch einmal neu gemacht. Die nun umfangreichere Maßnahme macht sich auch bei den Kosten bemerkbar. Mit ins Gewicht fällt auch eine desolate Stützmauer, die saniert werden muss. Für den Neubau eines öffentlichen Spielplatzes in Beerwalde hatte Klingenberg im Haushalt 2015 ursprünglich 14 500 Euro eingeplant, davon 8 700 Euro Fördermittel, die über das EU-Programm Leader beantragt werden sollten. 5 800 Euro sollten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Grundlage für diese Haushaltsansätze war eine Kostenschätzung, die für drei Spielgeräte plus Fallschutz gemacht wurde.

© SZ-Grafik

Die geplanten Kosten für den neuen, multifunktionalen Platz belaufen sich nun aber auf 55 300 Euro, wobei 36 000 Euro über Leader finanziert werden sollen. Damit verdreifachen sich die notwendigen Eigenmittel, die die Gemeinde beisteuern muss. Um die Finanzierung zu sichern, stockte der Gemeinderat die Mittel auf. Der Beschluss erging einstimmig.

Sobald die Fördermittel bewilligt sind, soll der Umbau beginnen. „Wir hoffen darauf, dass es vielleicht schon im Herbst losgehen könnte“, sagt Anke Hertl.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/freital und www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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