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Dresden

Ein neues Dach für den Schweinedom

Das markante Gebäude im Ostragehege muss saniert werden. Dafür wurde der Dom bereits eingerüstet. 

Das Archivbild zeigt den Schweinedom im Ostragehege
Das Archivbild zeigt den Schweinedom im Ostragehege © René Meinig

Die Bausubstanz der alten Erlweingebäude im Ostragehege hat mit den Jahren stark gelitten. Auch das markanteste Gebäude des Ensembles, der weithin sichtbare Schweinedom, muss saniert werden. Die städtische Gesellschaft DGI, der das Gebäude gehört, rechnet mit Gesamtkosten von rund 18 Millionen Euro. In einem ersten Schritt wird jetzt das Dach saniert. Seit einigen Tagen wird der Dom dafür eingerüstet. Die Arbeiten sollen bis Oktober dauern und rund 400.000 Euro kosten. Wie es dann mit dem Schweinedom weiter geht, ist noch nicht ganz geklärt.

Schon seit Längerem verhandeln DGI und die benachbarte Messe zum Schweinedom miteinander. Denn Messechef Ulrich Finger würde das Portfolio gern erweitern, und hatte den Schweinedom als zusätzliche Ausstellungsfläche ins Auge gefasst. Weil die Messegesellschaft nicht das Geld für den Kauf und die Sanierung des Domes hat, soll ein Mietkauf beschlossen werden, ähnlich wie es die DGI mit Zweitligist Dynamo Dresden beim neuen Trainingsgelände gemacht hat. „Es gibt ein Angebot der DGI über den Mietkauf. Allerdings wurde die monatliche Miete dabei ohne jegliche Zuschüsse berechnet. Das können wir uns aber nicht leisten“, sagt Messechef Finger.

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Weil der Schweinedom als Denkmal gilt und der Stadt gehört, wirbt er nun an dieser Stelle für Zuschüsse. Genauso versucht er es auf Ebene des Freistaats. Außerdem sind Studenten der TU Dresden involviert, die derzeit Vorschläge erarbeiten, wie das Gebäude künftig inhaltlich und auch architektonisch gestaltet werden kann. „Vielleicht schlagen die Studenten uns auch ganz andere Nutzungen vor“, meint Finger. Bis also ein Vertrag mit der DGI geschlossen wird, dürfte seiner Einschätzung nach noch einige Zeit vergehen.

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Derweil geht es an anderer Stelle im Ostragehege fleißig voran. Auf dem neuen Dynamo-Trainingsgelände steht der Rohbau des Funktionsgebäudes und sind sogar schon erste Flutlichtmasten für die neuen Trainingsplätze montiert. Außerdem hat Eventveranstalter Mirco Meinel die Lotusblüte als neues Veranstaltungszelt aufgebaut und saniert das benachbarte „Gelbe Haus“ weiter. Nur was Großinvestor Thomas Bohn mit anderen Gebäuden, wie dem Amtsschlachthof plant, ist noch unklar.

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