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Ein neues Gesicht bei der Wohnungsgesellschaft

Der städtische Vermieter holt sich einen Fachmann für Bau und Technik ins Haus.

Thomas Schindler arbeitet jetzt für die Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH. Er soll den technischen Part übernehmen.
Thomas Schindler arbeitet jetzt für die Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH. Er soll den technischen Part übernehmen. © Anne Hübschmann

Großenhain. Die Großenhainer Wohnungsgesellschaft wartet zum 1. Januar des neuen Jahres mit einer interessanten Personalie auf: eine Stelle für Technik- und Bauüberwachung. Kein Luxus, den sich Geschäftsführer Mike Reuschel da leistet, sondern eher eine Besetzung, um beim Sanieren neu durchzustarten. Der Mann ist auch kein Unbekannter. Thomas Schindler heißt er, ist 53 Jahre alt und kommt aus Großenhain. 

So viel war schon zu erwarten, setzen die städtischen Gesellschaften und das Rathaus doch ganz konsequent auf „eigenes Personal“. Doch da war noch etwas. Thomas Schindler ist vielen sicher noch ein Begriff im Zusammenhang mit Photovoltaik. Am Flugplatz, an der Hohe Straße und bei so manchem privaten Projekt hat er seine Spuren als Planer der Solarzentrum Ostsachsen hinterlassen. Für ihn selbst war es ein Ausreißer im beruflichen Werdegang, wie er es selbst nennt. Seit über 30 Jahren ist Thomas Schindler im Projektgeschäft Planung, Bauausführung und -überwachung. Der Ingenieur für Heizung, Technik und Sanitär hat diesen Ausflug in die Sparte Solar- und Wärmepumpentechnik allerdings nie bereut, und nun kommen alle die Kontakte und Erfahrungen dieser Jahre dem städtischen Wohnungsbestand zugute. Das ist der Plan.

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Kontakte sind genauso wichtig

Sich voll auf den Kernbestand der aktuell rund 1200 Wohnungen zu konzentrieren. Der Netzwerker ist da genauso gefragt wie der erfahrene Baustellen-Chef. Man könnte von einem neuen Duo bei der Wohnungsgesellschaft sprechen. Als ehemalige Handballer werden sich Reuschel und Schindler künftig beruflich die Bälle zuwerfen und hoffentlich den Rücken für die jeweiligen Aufgaben freihalten. Denn der frühere Banker Mike Reuschel soll vor allem kaufmännisch dafür sorgen, dass Schindler etwas zu planen, bauen und auszuführen hat. Keine leichte Aufgabe für die kommunale Gesellschaft, die zwar ordentlich dasteht, aber eben nicht so gut aufgestellt ist, dass sie mühelos das Geld für schicke Projekte aus der Tasche holt. Also ist solides Arbeiten angesagt. 

Im Fokus für 2019: die Schlosswiesenstraße. Nicht alle Häuser werden mit einem Mal drankommen, schränkt GWVB-Geschäftsführer Mike Reuschel ein. Welche, das werde man sich noch ganz genau ansehen. Klar ist dagegen, der Vermieter überlegt schon neben normalen Sanierungsarbeiten, auch Grundrisse zu verändern, Neues zu schaffen. Die Genossenschaft macht es gerade vor und hat damit Erfolg. Der Bedarf seitens der Mieter ist also da. Um so zügig durch den Bestand zu kommen, wollen sich Reuschel und Schindler auch weiter auf den Kernbestand konzentrieren. Randgeschäfte, wie Fremdverwaltung will Mike Reuschel weiter auslaufen lassen. 

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