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Ein neues Zeitgeist-Phänomen - Was gehört zum Urban Lifestyle? 

Auf die einfache Frage hin, was denn eigentlich das Lebensgefühl ausmacht, das aus dem Englischen wörtlich übersetzt „städtischer Lebensstil“ bedeutet, erntet so mancher Fragesteller nur ein ungläubiges Achselzucken. Obwohl der Begriff medial omnipräsent ist, wissen gerade die Älteren oftmals mit dem Wort-Kompositum nichts anzufangen - sehr zum Unverständnis der „aufgeklärten“ Jugend. 

Foto: fotolia©M.Photos (#87782273)
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Alles und nichts - Hauptsache kein Mainstream

Wer fünf Jugendliche nach dem Sinngehalt von urban style befragt, wird sechs Antworten erhalten. Grundsätzlich steht urban style für einen Kulturbegriff, der im Umfeld der Metropolen und Städte dieser Welt aus einem Verschmelzen verschiedener Kulturen, Lebensweisen, Ideen und Einstellungen hervorgegangen ist.

Besonders häufig wird der Begriff dabei im Zusammenhang mit Musik und Mode stilprägend verwendet. In Abgrenzung zum Mainstream wird dabei unter Urban Style alles verstanden, was - außergewöhnlich und individuell wie sein Träger auch - gängigen Mustern und Klischees zu widersprechen sucht.

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In einer generellen Absage an Trends soll Urban Style den Zeitgeist führender Ideengeber und prägender Persönlichkeiten wiederspiegeln, die sich nicht an medialer Aufmerksamkeit und Erwartung, sondern lediglich an ihrer eigenen Kreativität und Inspiration orientieren.

Nichts von der Stange

Dementsprechend will Urban Lifestyle in Musik und Mode ein Lebensgefühl jenseits gängiger, ausgetretener Pfade vermitteln und provozieren. Dabei haben seine Protagonisten mit ihren Errungenschaften, Ideen und Produkten ein Publikum im Visier, das nichts von der Stange hören oder tragen möchte. Die Urban Style-Gemeinde will den Puls der Veränderung ständig spüren und einen Lifestyle weit weg vom „grauem Maus“-Dasein pflegen, wie allikestore.com die Motivation hinter dem Lebensgefühl formuliert.

Mut zur Individualität

So geht mit einer Konzeption, Altbewährtes bewusst links liegen zu lassen und sich von tradierten Vorstellungen zu lösen, auch eine Vorstellung radikaler Individualität einher. Sie vermag gängige Stilmuster zu sprengen, die vorschreiben wollen, was und wie Musik und Mode zu sein hat.

Außergewöhnliches, nicht Alltägliches steht dabei im Fokus eines künstlerischen Schaffensprozesses. Urban Music etwa greift vielfältige Einflüsse aus verschiedensten Kulturen wie amerikanischer, britischer, asiatischer, karibischer und afrikanischer Kultur auf und verbindet sie zu einem einzigartigen Stilmix, der sowohl Einflüsse aus Rock, Pop, Hip-Hop, Indie-und Dancehall-Musik zu einer neuartigen Symbiose zusammenfasst.

Sich abgrenzen und anders sein

Vor dem Hintergrund begreifen Urban Style-Fans die Globalisierung als Chance, über den konventionellen Tellerrand blicken zu können und die unterschiedlichsten Stileinflüsse aus aller Welt mit eigenen Vorstellungen zu verschmelzen.

In punkto Mode bedeutet Urban Style: Mut zu Neuem. Das Aufbrechen von Konventionen kennzeichnet junge Urban Fashion-Mode, die sich abgrenzen will. Entstanden ist die auch als Street Fashion bezeichnete Stilrichtung bereits in den amerikanischen Ghettos von New York der 80er Jahre. Im Laufe der Zeit hat sich die Urban Mode verändert und an die heutige Zeit angepasst.

Zu jeder Zeit jedoch will Urban Fashion sowohl auffallen, provozieren, als auch sportlich-elegant sein und ein extravagantes Modebewusstsein seines Trägers zum Ausdruck bringen.

Sportlich, locker und komfortabel

Mit weiten Schnittmuster, um Tanzstile wie Breakdance und Hip-Hop überhaupt zu ermöglichen, will Urban Fashion vor allem eins: Sportlich, locker und komfortabel sein.

Dazu gehören unbedingt

- weite, tiefsitzende Hosen

- Sneakers

- extragroße T-Shirts und Pullis

- Sakkos

- Cardigans

- Karohemden

- Skinny Jeans und Trenchcoats

- Schal in grellen Farben und auffälligen Mustern

zu den Ausstattungs-Must-haves einer Urban Style-Mode.

Entsprechend der multikulturellen Ausrichtung geht beim Urban Fashion-Style vieles, verschiedene Muster und Styles können miteinander kombiniert werden. Hauptsache ist, dass das Gesamtergebnis gefällt, sportlich ist und aus dem Rahmen gängiger Konventionen fällt.

So können Mäntel besonders weit geschnitten sein, um ein Maximum an Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Bunte Ärmel oder ein farbiger Kunstpelzkragen können das unkonventionelle Erscheinungsbild abrunden.

Ausschnitte sind extrem tief, Knopfleisten besonders lang. Dazu kombiniert werden üblicherweise auffällige, unkonventionelle Accessoires, üblicherweise im Vintage- und Retro-Look.

Unverzichtbarer Mittelpunkt: Sneakers ohne Socken

Der Gesamteindruck soll sowohl besonders maskulin als auch cool und lässig ausfallen und optisch von den Schuhen dominiert werden. Sneakers sind somit zentraler Eyecatcher beim Urban Style-Konzept, häufig kombiniert mit besonders weiten bis übergroßen Pullovern und/oder Wollmänteln. Dazu wird die Haarpracht oftmals unter einem Cap verborgen.

Damit die Sneakers besonders hervorstechen, werden Hosen - meist dunkle Jeans oder Leggins - gewählt, die entsprechend kurz ausfallen und die Knöchel freigeben. Eine dezente Farbgebung bestimmt den Urban Style-Trend, Blau- und Grautöne dominieren die Szenerie.

Alternativ werden von Frauen statt Sneakers auch Ballerinas getragen, Männer greifen zu sportlich auffälligem Schuhwerk. Bevorzugte Farbe ist weiß.

Fazit: Zeige, wer du bist!

Zusammenfassend lässt sich vom Urban Style behaupten, dass er weniger eine bestimmt Mode- oder Musikrichtung verkörpert, als vielmehr Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls ist. Dabei wird auf Konventionen bewusst kein Wert gelegt, Individualität ist oberstes Gebot. Erlaubt ist, was gefällt und lässig wirkt.

Urban Style ist in den großen Cities der Welt entstanden und hier gehört er auch hin, als Gesamtausdruck urbanen Lebensgefühls. In einem leichten Anflug expressionistischer Zurschaustellung will der überzeugte Urban Styler durch Mode, Musik wie auch sonstiger Accessoires und Ausstattung seine Welt zeigen, in der er sich zu Hause fühlt. Dabei schwingt vielfach ein Hauch von Stolz und selbstbewusstem Exhibitionismus mit.