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Döbeln

Ein Plädoyer für die Landwirtschaft

Bürgermeister a.D. Karl-Heinz Teichert kann es nicht lassen. In seinem neuen Heft wirbt er um Verständnis für die Bauern.

Karl-Heinz Teichert - hier mit Dieter Bär bei einer Baumpflanzaktion - beschreibt in seinem neuen Heft das Leben und Arbeiten auf dem Land. Am 4. Juli liest er daraus im Stadt- und Museumshaus.
Karl-Heinz Teichert - hier mit Dieter Bär bei einer Baumpflanzaktion - beschreibt in seinem neuen Heft das Leben und Arbeiten auf dem Land. Am 4. Juli liest er daraus im Stadt- und Museumshaus. © Archivfoto: Dietmar Thomas

Waldheim. Pflug und Kartoffelroder – viel Technik gab es nicht, als Karl-Heinz Teichert Bekanntschaft mit der Landwirtschaft schloss. „Vier oder fünf Jahre war ich, als ich mit einem Mädel abhaute, um die Gegend zu erkunden“, erzählt der knapp 80-Jährige. Mit seinem neuen Heft „Geschichten aus der mittelsächsischen Landwirtschaft“ will er „um Verständnis werben zwischen Land- und Stadtvolk“, wie er sagt.

Die Natur habe ihn schon immer fasziniert. Zur Strafe für den ersten unerlaubten Ausflug landete Ausreißer Karl-Heinz übrigens im Hühnerstall eines Bauernhofes. Damals, als das Getreide noch zu Garben gebunden auf dem Feld stand, sei nicht daran zu denken gewesen, dass einmal über Monokultur und Massentierhaltung geschimpft werden würde. In seinem neuesten Werk, so sagt Teichert, hat er aufgeschrieben, wie Landwirtschaft heute ist und wie sie war. Bewerten will er nicht. Aber: „Es ist ja klar, dass die Probleme größer werden, je mehr Technik zum Einsatz kommt.“

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Wie viel Mühe in der Herstellung von Kartoffeln und Rüben steckt, wie kompliziert die Haltung von Kühen und Hühnern ist, welche Arbeitsteilung in einem Bienenvolk herrscht – all das erfahren die Leser in dem Heft, das sich in acht Kapiteln mit dem Leben und Arbeiten auf dem Land befasst. Klar, dass Teichert sich dafür rund um Waldheim umschaute, unter anderem bei Imker Eckehard Schulz in Schönberg.

Die eigentlich als ein weiteres Heimatheft geplante Publikation gibt der Autor wieder selbst heraus, wie sein letztes Buch „Als die Schornsteine noch rauchten“, das binnen eines Vierteljahres ausverkauft war. Wer neugierig ist auf die Geschichten aus der Landwirtschaft, kann sich den 4. Juli, 16 Uhr, als Termin für eine Lesung im Stadt- und Museumshaus vormerken. Schon am 29. Juni ab 10 Uhr ist Signierstunde bei Dierbooks am Obermarkt in Waldheim. (DA/eg)

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