merken
Kamenz

Ein Pokal für das Kamenzer Jugend-THW

Der 8. Platz im Bundeswettstreit in Rudolstadt wird wie ein Sieg gefeiert. Für viele Mitstreiter war es eine Premiere auf höchster Ebene.

Das Nachwuchsteam des THW Kamenz überzeugte beim Bundesjugendwettkampf mit dem 8. Platz unter 16 Mannschaften. Auch dafür gab es einen Pokal und das Erinnerungsfoto.
Das Nachwuchsteam des THW Kamenz überzeugte beim Bundesjugendwettkampf mit dem 8. Platz unter 16 Mannschaften. Auch dafür gab es einen Pokal und das Erinnerungsfoto. © THW

Kamenz. Mit einem starken 8. Platz ist die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerkes aus Kamenz vom Bundesjugendwettkampf im thüringischen Rudolstadt zurückgekehrt. Unter 16 Teams (eines für jedes Bundesland) meisterte die Jugendgruppe aus Leonberg (Baden-Württemberg) die neun anspruchsvollen Herausforderungen aus dem breiten Aufgabenbereich des THW und gewann damit zum zweiten Mal in Folge den Siegerpokal. Die etwa 5000 THW-Junghelferinnen und -helfer beim Bundesjugendlager feierten die Gewinnermannschaft entsprechend.

Viel Grund zur Freude hatte auch die Kamenzer Mannschaft. Ihr Ziel war es gewesen, unter die zehn besten Teams zu kommen. Mit dem 8. Platz in der Wertung hatten die Junghelfer aus Kamenz sich ihren Wunsch erfüllt. Zumal die Mannschaft aus Helfern bestand, welche noch nie an einem Bundeswettkampf teilgenommen hatten. Es war die fünfte Teilnahme einer Mannschaft am Bundesjugendlager. Die Junghelfer der letzten Gruppe sind bereits in den Ortsverband übernommen worden. Für die gute Nachwuchsarbeit gebührt dem Kamenzer Team der Jugendausbilder unter Leitung von Jörg Siegemund ein besonderer Dank. „Ich freue mich, dass die neue Mannschaft gleich so gut abgeschnitten hat“, sagte der Ausbilder.

Anzeige
Produktionsmitarbeiter gesucht!
Produktionsmitarbeiter gesucht!

Die P-D Industriegesellschaft mbH in Puschwitz bietet abwechslungsreiche Aufgaben in einem modernen Unternehmen.

Fachliches Können beeindruckte

Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, zeigte sich beeindruckt vom fachlichen Können und der besonderen Kreativität, mit der die jungen Leute verschiedene Wettkampfaufgaben lösten. Sie bauten unter anderem einen Behelfssteg oder setzten einen Brunnen instand. „Es ist bewundernswert, was junge Menschen in ihrer Freizeit in den THW-Jugendgruppen lernen und leisten und wie fachkundig und schnell sie dieses unter Druck auch anwenden“, sagte Mayer. Alle Mannschaften hätten bewiesen, dass der Bevölkerungsschutz hierzulande auch in Zukunft vorbereitet und gesichert sei. Gespannt verfolgte auch THW Präsident Albrecht Broemme den Wettkampf. „Dabei sind mir zwei Dinge besonders ins Auge gestochen: die Kreativität, welche die Junghelferinnen und -helfer gezeigt und die großartige Teamarbeit, die sie an den Tag gelegt haben.“

Der Bundeswettkampf ist ein traditioneller Höhepunkt und war in diesem Jahr Auftakt des Bundesjugendlagers. Mädchen und Jungen zwischen zehn und siebzehn Jahren lösen während eines Wettkampfs in zwei Stunden verschiedene Aufgaben aus dem breiten Einsatzspektrum des THW.

Katastrophe nachgestellt

In diesem Jahr befanden sich die Junghelferinnen und -helfer in einem nachgestellten Katastrophenszenario aus dem Jahr 1342: Ein Hochwasser hat ganze Landstriche und eine Burg zerstört. Die Jugendlichen mussten unter anderem Verletzte retten, einen Brunnen instandsetzen. Und die Burg durch eine Brücke zugänglich machen.

Als kreative Sonderaufgabe durften die Jugendgruppen in diesem Jahr eine Flagge zum Thema Mittelalter gestalten. Der Preis für die schönste Fahne ging an die Junghelferinnen und -helfer aus Hamburg. „Die Junghelferinnen und -helfer haben sich monatelang auf die verschiedenen Wettkampfaufgaben vorbereitet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich dieser Einsatz auszahlt“, freute sich Bundesjugendleiter Ingo Henke.

Mehr zum Thema Kamenz