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Ein Prosit auf die Integration

In die Landespolitik kommen Schwung und Ruppigkeit. Auch Verliebte spielen eine Rolle.

© dpa

Von Thilo Alexe

Wer tritt aus? Wer tritt ein? Wer tritt ab? Selten ist Landespolitik so dynamisch wie jetzt. Aber eben auch ruppig. Frauke Petry etwa, die die AfD verlassen hat, bekommt Schmähungen und unterirdische Kritik zu spüren. Doch es gibt auch vergleichsweise witzige, fast schon nette Kommentare, die den Wechsel Petrys zur geplanten Neugründung die Blauen aufs Korn nehmen.

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Im Internet kursiert ein Bild. „Flüchtlinge integrieren? Wir sind voll motiviert“, steht darüber. Zwei Deutsche prosten einem Afrikaner mit Bier zu. Absender sind die Blauen aus München, wohl keine Ortsgruppe der Petry-Partei.

NICHT ganz so spaßig geht es in der CDU zu. Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf spricht seinem Nachfolger Stanislaw Tillich die „Vorbildung“ für den Job ab. Anders als er habe Tillich nicht in Amerika studiert, lautete nur ein Argument, das Biedenkopf im Zeit-Interview aufzählt. Der frühere Regierungschef will erklären, sagt er.

Doch spricht er es damit nicht vielen Ostdeutschen ab, politische Führung auszuüben? Biedenkopf lobt immerhin Kanzlerin Angela Merkel. Einerseits wegen ihrer Empathie bei der Grenzöffnung für Flüchtlinge. Und weil sie es weggesteckt habe, dass der damalige Kanzler Helmut Kohl sie „wie ein Baby behandelt hat“.

Ach ja, Biedenkopf hält Innenminister Thomas de Maizière für geeignet als Ministerpräsident, glaubt aber nicht, dass er aus Berlin kommt. Es sei denn, er suche eine „Altersbeschäftigung in Sachsen“. Das ist ein schön klingendes Wort. Was de Maizière davon hält, ist offen.

Beschäftigt ist übrigens auch die Linke zwischen Elbe und Elster – wegen der Liebe. In den Tagen nach der Wahl kam es zu Neueintritten, alle 40, später sogar alle 30 Minuten „verliebt sich ein Neumitglied in die sächsische Linke“, postet die Partei auf Facebook, hach....