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Dresden

Die niedlichen Dresdner Schneeleoparden

Die beiden Jungtiere Tierra und Kafka sind nun im Freien zu sehen. Noch suchen sie stark den Schutz ihrer Mutter. 

Die beiden Schneeleoparden genießen ihren "Freigang". © Marion Doering

Frühes Aufstehen oder ein Zoobesuch am späten Nachmittag erhöhen die Chancen für einen Blick auf die beiden kleinen Schneeleoparden. Tierra und Kafka haben seit ihrer Geburt Mitte April nur im nicht einsehbaren Innenstall gelebt. Doch seit einer Woche wagen sich die Geschwister gemeinsam mit Mutter Istari zu den besucherarmen Zeiten ins Freie. Dass an diesem Mittwochmorgen irgendwie mehr Trubel auf der anderen Seite des Zauns ist, merken die sensiblen Großkatzen schnell.

Gesund und Fit

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Deshalb hat sich die Mutter einen Platz ganz oben im Gehege gesucht. Mit bestem Überblick, den schützenden Felsen im Rücken und einen querliegenden Baumstamm neben sich. Auf den stellt eines der Jungtiere eine zeitlang seine Vorderpfoten und lugt neugierig darüber. Doch schon bald sind nur noch ein paar kleine, wuschelige Fellohren zu sehen, bevor die zwei ganz abtauchen. Pflegerin Christina Knapp zuckt nur mit den Schultern. So sind sie eben. Dabei kann man die beiden, wenn mehr Ruhe ist, durchaus auch in drei Metern Entfernung hinter dem Zaun umhertollen sehen, wie sie sagt. Beide sind nach wie vor gesund und fit. Zwar trinken sie noch bei der Mutter Milch, schlagen ihre kleinen Raubtierzähne aber auch schon in ein halbiertes Meerschwein, eine Taube oder Teile von Kaninchen, Huhn und Rind. Weil die Zähne spitz und die Krallen schon scharf sind, wird sich Pflegerin Knapp bei der nächsten medizinischen Untersuchung kommende Woche definitiv lange Hosen und einen dicken Pullover anziehen. Sie muss die kleinen Raubtiere mit festhalten, wenn sich noch einmal eine Wurmkur sowie eine Impfung gegen Katzenschnupfen und Tetanus erhalten.

Beim letzten Termin mit dem Tierarzt vor drei Wochen hat Katze Tierra 4.200 Gramm und Kater Kafka 4.800 Gramm gewogen. „Jetzt dürften es schon zwei bis drei Kilogramm mehr sein“, sagt Christina Knapp. Sie ist noch immer erleichtert, dass die beiden Jungtiere gesund und vor allem ohne ein Augenleiden auf die Welt gekommen sind. Vor zwei Jahren mussten drei Jungtiere kurze Zeit nach der Geburt wegen fehlender Augenlider eingeschläfert werden. Die Ursache für ihre Erkrankung konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden.