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Ein Seminar mit dem Oderwitzer Kletterprofi

Volker Heinrich lädt die Lions-Club-Jugend zum Klettern am Oderwitzer Spitzberg ein. Das liegt ihm am Herzen.

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© SZ Thomas Eichler

Von Mario Sefrin

Der Klettergurt ist angelegt, das Kletterseil hängt über der Schulter. Alles klar für den Einstieg in den Berg. So wie auf dem Bild wird Volker Heinrich am kommenden Sonnabend wohl auch fünf „Leos“ gegenübertreten. Die Mitglieder der Jugendorganisation von Lions Clubs International haben sich zu einem Seminar und Workshop mit dem bekannten Kletterer am Sportklettergebiet auf dem Oderwitzer Spitzberg angemeldet. Und Volker Heinrich freut sich darauf.

Von Freitag bis Sonntag treffen sich Mitglieder und Amtsträger der Leo-Distrikte OS (Sachsen) und OM (Sachsen-Anhalt und Thüringen) zunächst zu einer Schulung in Görlitz. Im Rahmen dieser Veranstaltung gibt es neben einem kulturellen Programm in Görlitz für die Mitglieder drei Seminare, zu denen auch der Workshop mit Volker Heinrich am Oderwitzer Spitzberg gehört. Dieses Seminar ist sehr exklusiv und darum auch nur wenigen Teilnehmern vorbehalten, teilen die Organisatoren des Treffens mit. Möglicherweise liegt das auch daran, dass Volker Heinrich seine Gäste neben einem Vortrag auch zum Klettern am Spitzbergfelsen einlädt. Die fünf Jung-Lions werden – gesichert von Mitgliedern des Fördervereins „Sportklettergebiet Oderwitzer Spitzberg“ – die beiden Klettersteige „Apollofalter“ und „Riesenbolder“ klettern. Am Wochenende wird das zwar voraussichtlich noch nicht stattfinden. „Der Felsen ist zu nass“, erklärt Volker Heinrich. Aber einen Termin wird es auf jeden Fall geben.

Denn das Seminar am Sonnabend liegt Heinrich sehr am Herzen. Schließlich ist er seit 2004 selbst Mitglied des Lions Clubs, außerdem war er für den Lions Club mehrere Jahre als Chairman (höchster regionaler Würdenträger) für den Raum Görlitz, Niesky und Zittau aktiv. „Mitglieder des Lions Clubs hier in der Region haben mir einmal sehr geholfen“, erzählt der Oderwitzer. Damals habe er gemerkt, welche Bedeutung Netzwerke haben und wie wichtig sie sind, so Heinrich. Für ihn ist das nichts Neues: „Ich komme ja vom Bergsteigen, und da sind mir Seilschaften sehr bekannt.“ Der Lions Club habe jedenfalls in nicht unerheblichem Maße dazu beigetragen, das Sportklettergebiet am Oderwitzer Spitzberg zu einem beliebten Klettergebiet zu machen. „Dafür bin ich sehr dankbar, und darum möchte ich dem Lions Club auch etwas zurückgeben“, sagt Volker Heinrich.

Natürlich dreht sich dieses Seminar um den Klettersport – und das von Anfang an. „Ich möchte mit den jungen Leuten zuerst über die fürs Klettern wichtigen Charaktereigenschaften, wie Mut, Kraft, Kameradschaft und Verlässlichkeit ins Gespräch kommen. Alles, was für eine Seilschaft beim Bergsteigen wichtig ist“, sagt Volker Heinrich. Die Leo-Mitglieder können dieses Wissen dann bald auch im praktischen Teil des Seminars anwenden – zum einen beim gemeinsamen Rundgang um den Spitzberggipfel, zum anderen beim darauffolgenden Klettern von diesem herab.

Volker Heinrich sieht sein Engagement für die Jugendorganisation des Lions Clubs als selbstverständlich an, und das nicht nur aus den bereits beschriebenen Gründen der Dankbarkeit dem Club gegenüber. „Als Mitglied des Lions Clubs versuche ich, hier in der Region konkret etwas zu bewegen“, sagt der Oderwitzer. „Und ich will Gemeinsamkeiten schaffen.“ Nach diesem Credo will er auch das Seminar am Sonnabend abhalten.