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Ein Sieg fehlt noch

Die Dresden Titans-Basketballer haben ihr Zwischenziel fast erreicht. Doch in den Play-offs könnte ein wichtiger Spieler ausfallen.

© Ronald Bonß

Von Alexander Hiller

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Die Dresden Titans haben ihr Zwischenziel fast erreicht. Das Team von Trainer Nenad Josipovic ist drei Spieltage vor der Normalrunde der 2. Basketball-Bundesliga Pro B kaum mehr aus den Top acht der Südstaffel und damit aus den Play-offs zu verdrängen.

Die Grundlage dafür legten die Sachsen am Sonntag mit dem Auswärtserfolg beim Tabellenzehnten Würzburg. Die Titans setzten sich nach abwechslungsreichen und spannenden 40 Minuten mit 75:68 (33:36) durch und haben damit als Tabellensiebenter nunmehr 20 Punkte auf dem Konto. Da die direkt dahinter platzierten Teams von Bayer Leverkusen (8./18) und Bayern München II (9./16) am kommenden Spieltag direkt aufeinandertreffen, könnte die endgültige Entscheidung darüber bereits am kommenden Freitag fallen.

Denn einerseits treten die Dresden Titans zwar erneut auswärts an – aber das beim abgeschlagenen Schlusslicht Karlsruhe (4 Pkt.). Andererseits hat das Josipovic-Team gegen beide Verfolger Leverkusen (81:77; 80:72) und München II (73:52; 77:75) im direkten Duell die Nase vorn. Dieser Vergleich würde nach Ablauf der Hauptrunde jedoch nur bei Punktgleichheit hinzugezogen werden. Heißt also im Klartext: Die Dresden Titans haben in diesem Dreikampf die deutlich besten Karten – und liegen zudem nach Punkten gleichauf mit Schwelm (5.) und den Fraport Skyliners Juniors (6.).

Hecks Knie bereitet Sorgen

Aber womöglich müssen die Dresdner in der Schlussphase der Normalrunde einen personellen Rückschlag hinnehmen. Sebastian Heck verletzte sich am Sonntag in Würzburg bereits Ende des ersten Viertels und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Wie schwerwiegend und langwierig die Verletzung des Zwei-Meter-Riesen ist, soll sich spätestens am Dienstag herausstellen. Die erste Diagnose vom Teamarzt ergab eine Innenverletzung am Knie.

Der ehemalige U-20-Nationalspieler, der seit 2016 für die Titans spielt, war als feste Größe im Saisonendspurt beziehungsweise in den Play-offs fest eingeplant. Eine schwerwiegende Verletzung des 22-Jährigen käme zur Unzeit. Denn nach Ablauf der Wechselfrist (10. Januar) kann kein Verein mehr auf verletzungsbedingte Engpässe reagieren. „Ich improvisiere nicht so gerne. Und Sebastian ist natürlich wichtiger Teil unserer Rotation. Sein Ausfall wiegt auch deshalb schwer, weil dadurch alle Spieler weniger Energie sparen können“, erklärte Trainer Nenad Josipovic.

Allerdings war sein Team auch ohne Sebastian Heck in der Lage, das Spiel in Würzburg zu seinen Gunsten noch zu drehen. Angetrieben von den drei überragenden Punktesammlern Willie Mangum (22), Helge Baues (21) und Marc Nagora (18). Allerdings weiß auch Josipovic, dass der ohnehin recht eng geplante Kader nicht ewig ohne einen Leistungsträger auskommt – zumindest nicht ohne spürbaren Substanzverlust.

Aber immerhin kommen jetzt im Saisonfinale offenbar einige Leistungsträger wieder so richtig in Schwung. Der 23-jährige Flügelspieler Helge Baues schwang sich nach einem kleinen Formtief in den letzten Wochen in Würzburg zu einer seiner besten Saisonleistungen auf – was außer den erzielten Punkten auch die Rebounds (zehn) und die Vorlagen (vier) eindrucksvoll belegen. Und Marc Nagora knüpfte an seine starke Vorstellung der Vorwoche an. Beide gehörten bereits in der letzten Saison zum Kader des damaligen Zweitliga-Absteigers. „Marc ist ein harter Arbeiter, in jedem Training. Diese Leistungen überraschen mich deshalb keineswegs. Außerdem muss er jetzt häufiger zwischen den Positionen wechseln, auf der Drei und der Vier spielen. Das hat er sehr gut angenommen“, erklärte der Titans-Trainer.

Auch Geschäftsführer Jörn Müller zeigte sich von Nagoras Leistungen über die letzten Partien angetan und freute sich, dass Helge Baues durch ein starkes Spiel sein „Mini-Tief“ der letzten Wochen überwinden konnte.