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Ein Sieg und viele Fragezeichen

Nach dem 3:1 gegen Salo wissen die DSC-Frauen nicht, wie es international weitergeht. Daran ist auch eine neue Regel schuld.

© Robert Michael

Von Daniel Klein

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Zwei Schreckmomente gab es doch. Zunächst verloren die Volleyball-Frauen des Dresdner SC den ersten Satz trotz einer komfortablen Führung, dann landete Cursty Jackson nach einer Blockabwehr unglücklich und musste kurz behandelt werden. Beides blieb jedoch folgenlos, der Rest des 3:1 (23:25, 25:21, 25:12, 25:17) im Champions-League-Duell gegen LP Salo war eine sehr einseitige Angelegenheit. Die Gäste aus Finnland, die erstmals in diesem Wettbewerb antreten, warten damit weiter auf den ersten Sieg.

„Den ersten Satz haben wir hergeschenkt, da ging die Konzentration verloren“, erklärte Trainer Alexander Waibl. „Entscheidend war aber, dass wir uns davon nicht irritieren ließen. Jetzt haben wir gute Chancen, eine Runde weiter zu kommen.“

Mit dem Sieg spielen die DSC-Frauen auf jeden Fall international weiter – ob in der Königsklasse oder im CEV-Cup, das steht noch nicht fest. Die Regularien des europäischen Verbandes CEV sind in diesem Punkt in etwa so übersichtlich wie Handytarife. Eindeutig wäre die Sache nur, würde der DSC nach dem abschließenden Gruppenspiel in einer Woche bei Dinamo Moskau noch auf den zweiten Platz klettern. Dieses Szenario ist aber mehr als unwahrscheinlich. Allerdings dürfen auch die drei besten Dritten ins Achtelfinale. Und spätestens da beginnt das große Rechnen.

Um es noch komplizierter zu machen, hatte sich der Verband vor dieser Saison eine Neuerung ausgedacht. Ausschlaggebend für die Tabellenstände und damit fürs Weiterkommen ist nicht wie üblich das Punktekonto, sondern die Anzahl der Siege. Das gibt es wohl nur im Volleyball – und ist selbst da umstritten. Die Bundesliga hat die Neuerung abgelehnt. „Wir können doch nicht jedes Jahr etwas ändern“, erklärt Viola Knospe, Leiterin Spielbetrieb bei der Deutschen Volleyball-Liga. Erst zur Spielzeit 2012/13 wurde bis hinunter zur Kreisliga eingeführt, dass bei einem 3:0- und 3:1-Sieg drei Punkte und nach einem Tiebreak für den Gewinner zwei und den Verlierer ein Zähler verteilt werden.

Das genügte offenbar nicht. Jetzt ist es noch unübersichtlicher, was sich eine Sportart, die um öffentliche Aufmerksamkeit kämpfen muss, eigentlich nicht leisten kann – selbst wenn die DSC-Frauen am Ende davon profitieren sollten.