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Kamenz

Kamenz: Stadtplan für Kinder in Arbeit

Zwei Dresdner Künstler haben ein besonderes Projekt angeschoben. Nun muss es allerdings pausieren.

Alexandra Wegbahn (l.) und Michael Melerski gestalten in Kamenz zusammen mit Kindern einen speziellen Stadtführer. Nun muss das Projekt aber erst mal pausieren.
Alexandra Wegbahn (l.) und Michael Melerski gestalten in Kamenz zusammen mit Kindern einen speziellen Stadtführer. Nun muss das Projekt aber erst mal pausieren. © René Plaul

Kamenz. Kamenz soll bis Ende 2020 ein neues Marketing-Produkt für seine jüngsten Besucher bekommen. Der Plan: Während Mama und Papa die Lessingstadt  auf klassische Weise  erobern, können die jungen Kamenz-Gäste dies auf spielerische Art mit einem speziellen Stadtführer tun. In diesem darf gemalt und gekritzelt werden, und es gibt Aufgaben zu lösen. Und das Beste daran: Der neue Stadtführer wird von Kindern für Kinder entwickelt und gestaltet.

Alexandra Wegbahn und Michael Melerski aus Dresden haben das Projekt seit letztem Sommer laufen. Es geht um Altes und Neues, Geschichte und Gegenwart, Miteinander und Füreinander. Und um junge Menschen, die an Kunst herangeführt werden sollen.

Schritt für Schritt

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Zum Kamenzer Sommerferienpass 2019 gingen die beiden Künstler damit an den Start.  Mit im Boot sitzen die Stadtwerkstatt, das Museum der Westlausitz und der Kinderschutzbund.  "Da wir auch schon in früheren Projekten Gegenwart und Geschichte verschmolzen haben, haben wir das Projekt für Kamenz ebenso konzipiert. Geschichte kann cool sein. Sie lebt!", sagt Grafikerin Alexandra Wegbahn. "Die Kinder und Jugendlichen gestalten das Heft mit Collagen, Grafiken, Fotos und Siebdruck. Zum Mitmachen, Ausprobieren, Entdecken. Sie kreieren sozusagen ihren eigenen Stadtrundgang", erklärt sie. 

Mit dabei sind eine Gruppe der Kamenzer Kinderarche sowie weitere Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren.  "Es dürfen gern noch mehr Mitmacher zu den Workshops kommen", sagt Fotograf Michael Melerski.

Unterwegs zu historischen Orten

Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen. Gemeinsam war man in der Stadt unterwegs, die Kinder suchten sich historische Objekte aus, die sie interessieren. Natürlich kam der Rote Turm vor, spielen die Hauptkirche und Lessing eine Rolle. Und auch sonst weniger beachtete Orte, zum Beispiel die Sphinx an einem alten Türportal an der Kirchstraße oder das Café am Klostertor. 

Die Workshops finden einmal pro Monat an einem Sonnabend statt. Die nächsten Termine müssen wegen der Coronakrise  allerdings ausfallen. "Für uns ist das nicht leicht,  und wir hoffen, dass alle Kinder trotzdem dranbleiben. Wir geben Bescheid, wenn es weitergeht und freuen uns auf den neuen Beginn ", sagt Michael Melerski. 

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