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Döbeln

Ein Stuhl bleibt frei

In Hartha haben CDU und Freie Wähler jeweils gleich viele Mandate errungen. Dennoch hat die CDU einen Sitz mehr.

Symbolfoto © dpa

Hartha. Die konstituierende Sitzung des Harthaer Stadtrates war für den 11. Juli geplant. Doch den Plan, eine solch wichtige Sitzung in der ersten Ferienwoche abzuhalten, hat die Stadt schnell wieder verworfen. Neuer Termin ist der 15. August.

Bei der Stadtratswahl am 26. Mai haben CDU und Freie Wähler jeweils ähnlich viele Stimmen auf sich vereint (wir berichteten). Die CDU brachte es auf 4 246 Stimmen, die Freie Wählergemeinschaft Hartha auf 4 165. Auf die Sitzverteilung wirkte sich der knappe Vorsprung der Christdemokraten nicht aus, beide Fraktionen haben acht Sitze. Die Linke bekommt zwei Mandate.

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Die Freien Wähler können ihre Stühle jedoch nicht vollständig besetzen. Es standen nur sieben Kandidaten zur Verfügung, sodass ein Sitz frei bleibt. Für die Wählergemeinschaft sitzen Peter Fischer, Regina Roßbach, Sören Lungwitz, Wolfgang Fichtner, Harry Goldammer, Stefan Träger und Udo Chmelarz im Stadtrat. Aus der vorherigen Fraktion sind damit noch Regina Roßbach, Sören Lungwitz und Peter Fischer übrig. Auch Wolfgang Fichtner saß in den vergangenen fünf Jahren schon im Stadtrat, allerdings als einziger Vertreter der SPD. Ausgeschieden aus der Fraktion sind Frank Zenker, Daniel Rückewoldt, Mandy Schützel und Renate Schröder.

Die beiden Mandate für die Partei Die Linke besetzen Hans-Jürgen Gückel und Eric Köhler. Letztgenannter ist neu im Stadtrat. Als Ersatzkandidat ist Hans Hoffmann nominiert.

Für die CDU sind Ronny Walter, Ekkehard Thiele, Christian Zimmermann, Christian Pachur, Sven Voigtländer, Thomas Stemmildt, Matthias Thiel und Sascha Georgi in das Stadtparlament eingezogen. Als Ersatzkandidat steht Jens Schröder bereit. Neu für die CDU sind damit Pachur, Voigtländer und Georgi vertreten. Christian Köhler und Albrecht Günther hatten sich nicht wieder zur Wahl gestellt.

Im Jahr 2014 war auch der heutige Bürgermeister Ronald Kunze für die CDU in den Stadtrat gewählt worden. Sein gutes Abschneiden bei der damaligen Kommunalwahl hatte ihn jedoch bewogen, sich als Bürgermeisterkandidat zu stellen. Kunze trat aus der CDU aus und wurde als parteiloser Kandidat im zweiten Wahlgang zum Stadtoberhaupt gewählt.

Stimmenmagnet bei der diesjährigen Wahl war für die CDU Ronny Walter, der 1 594 Stimmen (37,5 Prozent) auf sich vereinte. Bei den Freien Wählern sammelte Peter Fischer 1 442 Stimmen (34,6 Prozent). Auch wenn sie verschiedenen Fraktionen im Stadtrat angehören, sind sich Walter und Fischer in einem Punkt einig. Im Stadtrat sollen Entscheidungen zum Wohle der Stadt getroffen werden. „Wer sich in einer kleinen Stadt wie Hartha dem Fraktionszwang fügt, hat im Stadtrat nichts verloren“, hatte Walter wenige Tage nach der Wahl gesagt. Und Fischer ergänzte: „Im Großen und Ganzen arbeiten die Fraktionen miteinander, auch wenn es hier und da unterschiedliche Auffassungen gibt.

15. August, 19 Uhr, Ratssaal: Konstituierende Sitzung des Harthaer Stadtrates.

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